Die Journalistin Anne Will bespricht jede Woche ein politisches Thema mit spannenden Gästen. Fakten, Recherche und Analyse sorgen dabei für echten Tiefgang. Und dann fragt Anne Will auch die, die Verantwortung tragen: Politikerinnen und Politiker. Jede Woche donnerstags ab 12 Uhr.
Thu, April 03, 2025
März 2028: Russische Truppen marschieren in die estnische Grenzstadt Narwa ein und besetzen die Ostseeinsel Hiiumaa. Der Angriff auf das Baltikum ist Realität geworden. Denn Europa hat nach dem Ende des Ukraine-Kriegs nicht konsequent aufgerüstet – das hat Folgen. Wie wird die NATO reagieren? Wird sie eingreifen und den Ernstfall riskieren – womöglich mit der Gefahr einer nuklearen Eskalation? Was wie der Beginn eines geopolitischen Albtraums klingt, ist erstmal nur ein hypothetisches Szenario, das der Militärexperte und Professor für Internationale Politik, Carlo Masala, in seinem neuen Buch ,,Wenn Russland gewinnt” entworfen hat. Aber was ist mit ,,gewinnen” überhaupt gemeint? Und was würde das für die Ukraine bedeuten - und für die baltischen Staaten, die NATO und auch für Deutschland? Wie bereiten wir uns als Staat, aber auch als Gesellschaft auf alle denkbaren Szenarien vor? Was muss die neue Bundesregierung leisten? All diese Fragen diskutiert Anne Will in dieser Folge mit Carlo Masala. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 2. April 2025, um 19:00 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: DIE ZEIT, Warum Schwedens Wehrpflicht-Modell in Deutschland nicht funktioniert , 07.03.2025 Frankfurter Rundschau, Wehrpflicht-Debatte: Grüne bringen „Freiheitsdienst“ ins Spiel – für alle zwischen 18 und 67 , 31.3.2025 NDR, Bundeswehr und russisches "Zapad"-Manöver: "Beobachten das sehr genau" , 20.03.2025 Ntv, Ende des Kuschelkurses? Trump äußert sich "stinksauer" über Putin , 30.3.2025 SR, Militärexperte Masala: Russland führt "hybriden Krieg" gegen Deutschland , 27.03.2025 Tagesschau, Worüber Union und SPD noch streiten , 28.3.2025 T-online, Carlo Masala: "Es kann nichts Schlimmeres passieren" , 20.03.2025 Verfassungsblog, Wehrgerechtigkeit– demnächst auch für Frauen? , 8.3.2024 EMPFEHLUNGEN: Carlo Masala: <a href="https://www.
Fri, March 28, 2025
Die neue Regierung ist noch nicht im Amt, hat sich durch die milliardenschweren Schuldenpakete aber schon ein nie da gewesenes finanzielles Polster geschaffen. Aber löst das viele Geld auch Deutschlands Probleme? Darüber spricht Anne Will in dieser Folge mit dem Ökonomen Jens Südekum. Er ist Professor für Internationale Volkswirtschaftslehre an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und einer der einflussreichsten Ökonomen Deutschlands. Er ist auch einer der vier "Architekten" des jüngst beschlossenen Schuldenpakets, das sich auf über eine Billion Euro summieren könnte. Denn von deren Vorschlägen hat die künftige Regierung die meisten Punkte übernommen - und ist in Teilen sogar darüber hinausgegangen. Das hätte er nicht für möglich gehalten, sagt Südekum. Dennoch wird es jetzt in den Koalitionsverhandlungen kompliziert für SPD und Union. Denn während des Wahlkampfs hatte vor allem Letztere etwa weitreichende Entlastungen für Bürger und Unternehmen versprochen. Laut Ökonom Südekum sind die aber nicht umzusetzen. Denn die künftige Regierung hat zwar deutlich mehr Geld zur Verfügung, aber nur für Verteidigung und Infrastruktur. Wahlkampfversprechen wie zum Beispiel Steuersenkungen könnten damit nicht abgedeckt werden: "Da kommt ein riesiges Loch von 100 Milliarden auf uns zu, wenn wir diese Steuersenkungen mal ebenso machen. Da ist einfach kein Geld für da." Deshalb sei es nicht die SPD, die die Wahlversprechen in den Koalitionsverhandlungen der Union kippe, sondern die Realität. Wie das Milliardenpaket zustande kam und welche Maßnahmen die Politik nun treffen muss, damit mit dem Geld auch wirklich vieles besser wird - darüber spricht Anne Will mit Jens Südekum in dieser Folge. Außerdem stellen sie Gedankenspiele an, was man wohl für 500 Milliarden Euro alles kaufen könnte und klären, was es mit dem Wort "Verschiebebahnhof" auf sich hat. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Dienstag, 25. März 2025, um 17:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Handelsblatt, Die Schulden-Ökonomen? Wo die Grenzen der Politikberatung liegen, 19.03.2025 SZ, Wer den historischen Schuldendeal wirklich erfunden hat, 19.03.2025 FAZ, So gibt die SPD in der Wirtschaftspolitik den Ton an, 25.03.2025 Die Zeit, Zu viel versprochen, 24.03.2025 <a href="https://www.spiegel.de/politik/deutschland/cd
Thu, March 27, 2025
Die nächste Regierung ist noch nicht im Amt, aber schon jetzt steht fest: Die Herausforderungen, vor denen sie steht, sind riesig. Noch nie stand die transatlantische Partnerschaft so unter Druck und noch nie hatte eine in Teilen rechtsextreme Partei eine solche Macht im Bundestag. Der ist mittlerweile neu zusammengekommen. Zuvor hatten Union und SPD mit den Stimmen der Grünen noch die Grundgesetzänderungen zur Reform der Schuldenbremse und dem Sondervermögen für Infrastruktur durch den alten Bundestag gebracht. Das gibt ihr finanziell nie da gewesenen Spielraum - aber nur bei Verteidigung und Infrastruktur. In anderen Bereichen klafft bei den Koalitionsverhandlungen noch ein weites Loch im Kernhaushalt. In Anbetracht der schier endlosen Anzahl an Herkulesaufgaben, die die Regierung in spe zu meistern haben wird, fragt sich Anne Will gemeinsam mit der ZDF-Journalistin Shakuntala Banerjee in dieser Folge: Ist Regieren schwieriger geworden? Banerjee, die das Ende der letzten GroKo und die Ampel-Regierung in ihrer Zeit als stellvertretende Leiterin des ZDF-Hauptstadtstudios eng begleitet hat, ist sich sicher: Regieren ist heute tatsächlich schwieriger. Krisen habe es natürlich auch schon früher gegeben, auch knappe Kassen. Heute habe aber alles eine größere Dimension und eine ungleich höhere Geschwindigkeit. "Der Geduldsfaden ist mittlerweile relativ kurz", sagt Banerjee. Dennoch dürfe man auch angesichts der sich auftürmenden Krisen wie Rechtsruck, gebrochenen Wahlversprechen, kriselnden transatlantischen Beziehungen, Ukraine-Krieg und wirtschaftlichem Abschwung nicht die Zuversicht verlieren. "Diese Endzeitstimmung ist nicht angebracht, wenn man auch an die Erneuerungskräfte von Demokratie glaubt", sagt Banerjee. In dieser Folge blickt sie mit Anne Will außerdem auf den Vertrauensverlust, den Friedrich Merz schon vor Antritt seiner Kanzlerschaft verbuchen muss und auf die Aufgaben, denen sich auch der Journalismus in diesen herausfordernden Zeiten gegenübersieht. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 26. März 2025, um 17:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: SZ, Demokratie unter erschwerten Umständen, 25.03.2025 FAZ, So gibt die SPD in der Wirtschaftspolitik den Ton an, 25.03.2025 Die Zeit, Zu viel versprochen, 24.03.2025 Spiegel, Die Angst der Union
Thu, March 20, 2025
In den vergangenen Tagen wurde gleich zweimal gespannt auf die Ergebnisse von Telefonaten unter Staatsoberhäuptern gewartet, denn US-Präsident Donald Trump hat diese Woche schon mit Wladimir Putin und mit Wolodymyr Selenskyj telefoniert. Am Wochenende hatte sich die Ukraine bei Gesprächen im saudi-arabischen Dschidda zu einer 30-tägigen Waffenruhe bereit erklärt. Unter anderem um diesen Vorschlag ging es am Dienstag im Telefonat von Trump und Putin. Das Ergebnis des Gesprächs bezeichnete Verteidigungsminister Boris Pistorius als “Nullnummer”: Putin stimmte einer Waffenruhe nur teilweise zu, nämlich in Bezug auf Angriffe gegen die Energieinfrastruktur - ein Vorschlag, von dem vor allem Russland militärisch und wirtschaftlich profitiert. In der Nacht auf Mittwoch führte Russland trotzdem Drohnenangriffe auf die Ukraine durch, es gab Tote und Verletzte. Die Ukraine griff in derselben Nacht ein russisches Öldepot an. Es folgte am Mittwoch das Telefonat zwischen Trump und Selenskyj. Es war der erste persönliche Kontakt zwischen den beiden Präsidenten seit dem desaströsen Zusammentreffen im Weißen Haus im Februar. Kurz nach dem Gespräch zwischen Trump und Selenskyj gibt Vassili Golod, crossmedialer Leiter des ARD-Studios in Kiew, in dieser Folge eine Einschätzung, was diese transatlantischen Telefonate eigentlich zu bedeuten haben und ob sie in Richtung Frieden führen. Mittlerweile sind mehr als drei Jahre vergangen, seit Russland den vollumfänglichen Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen hat. Auf ukrainischer Seite sind seitdem mehr als 45.100 Soldatinnen und Soldaten getötet worden. Die zivilen Opfer schätzt die UN auf 12.000, etwa 20 Prozent des ukrainischen Gebiets sind von Russland besetzt. Wie geht es den Menschen in der Ukraine in dieser Situation? Wie blicken sie auf die internationalen Entwicklungen und Verhandlungen? Und wer handelt wirklich im Interesse der Ukraine? Auch darüber sprechen Anne Will und Vassili Golod, der betont: Die Ukraine verlasse sich zuallererst auf sich selbst. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 19. März 2025, um 19:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Deutschlandfunk: Kein Ende in Sicht - Soldaten glauben nicht an Waffenstillstand, 19.3.2025 FAZ: Ukrainischer Botschafter: “Europa ist aufgewacht”, 15.3.2025 Statement von Wolodymyr Selenskyj bei X, 19.3.2025 Süddeutsche Zeitung:
Sat, March 15, 2025
Die Linke hat bei der Bundestagswahl ein von vielen nicht mehr für möglich gehaltenes politisches Comeback hingelegt. Mit 8,8 Prozent hat sie deutlich zugelegt und ist wieder in Fraktionsstärke im Bundestag vertreten. Bei den 18- bis 24-Jährigen ist sie sogar die meistgewählte Partei geworden. Das Rezept: kultige Silberlocken, klarer Fokus auf soziale Themen wie Miete und eine Fraktionsvorsitzende, die viral geht. Die Rede von Heidi Reichinnek nach der gemeinsamen Abstimmung von Union und FDP mit der AfD wurde allein TikTok mehr als 7 Millionen Mal angeschaut. Was macht die Linke mit dem Hype? Wie will sie in ihrer Oppositionsrolle erreichen? Wie wird sie mit Fragen der Sicherheitspolitik beantworten? Und wie wird sie damit umgehen, mit dem politischen Gegner AfD eine Sperrminorität zu besitzen? Darüber spricht Anne Will mit der kommissarischen Fraktionsvorsitzenden der Linken, Heidi Reichinnek. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 12. März 2025, um 10 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Tagesschau: Wer wählte die Linke – und warum? , 24.02.25 Die Zeit: Linke Außenpolitik: Für ihren Pazifismus würden sie sogar mit der AfD stimmen , 26.02.25 ZDF: Politbarometer vom 7. März 2025 Der Spiegel: Neue Fraktion im Bundestag: Die Sorge der Linken vor der Wählerenttäuschung , 07.03.25 Die Linke: Beschluss des Parteivorstandes vom 1. März 2025 Sondierungspapier von CDU, CSU und SPD , 08.03.2025 IMPRESSUM Redaktion: Sven Knobloch, Olga Patlan Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Maximilian Frisch, Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH
Thu, March 13, 2025
Die politische Weltlage verändert sich so rasant wie selten zuvor. Union und SPD haben unter enormem Druck sondiert und sich auf ein gigantisches, schuldenfinanziertes Finanzpaket geeinigt - entgegen aller Wahlkampfversprechen von Friedrich Merz. Wie klug sind die schnellen Schulden von Union und SPD? Was macht das mit der Glaubwürdigkeit von Friedrich Merz? Und warum kam er erst reichlich spät auf die Idee, auch die Grünen via Mailbox mit einzubeziehen? Gemeinsam mit der RND-Hauptstadtkorrespondentin Alisha Mendgen blickt Anne Will auf die komplizierte Regierungsbildung und darauf, ob der Versuch Mehrheiten mit dem “alten” Bundestag herbeizuführen der Demokratie schaden könnte. Außerdem spricht Anne Will mit der Linken-Politikerin Heidi Reichinnek über ihre neue, durch den Wahlerfolg gestärkte Rolle in der Opposition und darüber, ob sie gegenüber der Union gesprächsbereit wäre. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 12. März 2025, um 17:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Sondierungspapier von CDU, CSU und SPD , 08.03.2025 Spiegel Online: »Bitte seid ehrlich zu uns: Die Wehrpflicht wird kommen« , 11.03.25 Stern: Der Milliardenpakt – Rekonstruktion eines Wortbruchs , 10.03.2025 Stern: Die Union muss mit der Linken kooperieren , 25.2.2025 Tagesschau: Was, wie viel, wofür - die Einigung in Finanzfragen , 04.03.25 Alisha Mendgen: Merz-Ultras gegen Merz: Wenn „CDU Pur“ durch Kompromisse ersetzt wird , 7.3.2025 Tagesschau: Darf der alte Bundestag über das Finanzpaket entscheiden? , 5.3.2025 Phoenix vor Ort: B'90/Grüne: Nein an SPD & Union - Fraktions-PK mit Dröge, Haßelmann, Brantner & Banaszak , 10.03.2025 IMPRESSUM Redaktion: Sven Knobloch, Olga Patlan Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Maximilian Frisch, Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH</p
Thu, March 06, 2025
Donald Trump hat am 4. März zum ersten Mal in seiner zweiten Amtszeit eine Rede vor dem US-Kongress gehalten. Diese Rede war mit 1 Stunde und 40 Minuten rekordverdächtig lang - enthielt aber wenig Neues. “America is back”, sagte Trump und rühmte sich mit den erfolgreichen ersten 43 Tagen seiner Regierungszeit. Die Demokratinnen und Demokraten im Kongress protestierten mit Schildern, auf denen beispielsweise stand: “This is not normal.” “Flood the zone”, nach diesem Prinzip verfährt die Trump-Administration. Es geht dabei um die komplette Überlastung des Systems mit politischen Entscheidungen und Nachrichten und dieser Zustand überfordert sowohl amerikanische Bürgerinnen und Bürger als auch die Medien und Gerichte. In den ersten Wochen seiner Präsidentschaft hat Donald Trump nämlich sehr vieles angeordnet: Er hat den Notstand an der Grenze zu Mexiko ausgerufen und dort das Militär eingesetzt, ist aus dem Pariser Klimaabkommen und der WHO ausgetreten, will das Staatsbürgerschaftsprinzip der USA verändern und hat Trans-Athletinnen vom Frauensport ausgeschlossen. Zuletzt verkündete er zwei Entscheidungen von massiver Tragweite: Er setzte die Militärhilfen für die Ukraine im Wert von über einer Milliarde US-Dollar vorerst aus und führte Einfuhrzölle von 25 Prozent für alle Produkte aus Kanada und Mexiko ein. Trumps Entscheidungen haben für die Menschen im Land gravierende Folgen und sorgen zugleich international für Erschütterung. Wie und ob man Trump jetzt noch stoppen kann, darüber spricht Anne Will in dieser Folge mit der deutsch-amerikanischen Politologin Cathryn Clüver Ashbrook. Wo ist eigentlich die Opposition in den USA? Auf wen kann man sonst die Hoffnungen setzen? Cathryn Clüver Ashbrook bezeichnet sich selbst als “transatlantische Übersetzerin” und erklärt, wer sich in den USA gerade gegen Trump wehrt und warum Angst dabei in dieser zweiten Amtszeit eine große Rolle spielt. Außerdem blickt sie auf die Rolle der Medien und darauf, welche Rolle Diplomatie jetzt spielen kann. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 5. März 2025, um 17 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: The White House: President Trump Addresses Joint Session of Congress, 4.3.2025 ZDF: Rede vor dem US-Kongress: Trumps Behauptungen im Faktencheck, 5.3.2025 Ipsos: Three in five Americans say the cost of living is going in the wrong direction, 5.3.2025 Tagesschau: Streit über Auslandshilfen: Niederlage für Trump vor dem Supreme Court, 5.3.2025 <
Wed, March 05, 2025
Es ist lange her, dass so positiv über einen britischen Premierminister berichtet wurde wie über ihn: Keir Starmer. Am Samstag hat er den ukrainischen Präsidenten Selenskyj in London empfangen, am Sonntag dann einen Gipfel mit zahlreichen westlichen Staatsoberhäuptern abgehalten, bei dem es um die Zukunft der Ukraine-Unterstützung ging. Dieser Gipfel war lange geplant, doch nach dem diplomatischen Eklat zwischen US-Präsident Trump und Selenskyj lastete plötzlich ein neuer Druck auf dem Zusammentreffen in London. Große Entscheidungen wurden nicht getroffen, doch man hat sich verständigt, dass eine “Koalition der Willigen” - unter anderem Großbritannien und Frankreich - zusammen an einem Friedensplan für die Ukraine arbeiten wollen. Kaum war das beschlossen, verkündete der französische Präsident Macron schon, man plane eine einmonatige Waffenruhe in der Ukraine. Starmer ruderte zurück. Knapp einen Tag später verkündete Donald Trump, die Ukraine-Unterstützung der USA werde bis auf weiteres ausgesetzt. Es handelt sich dabei um Hilfen im Wert von mehr als einer Milliarde US-Dollar, die vom Kongress noch unter Joe Biden genehmigt wurden. Darüber, welche Rolle Keir Starmer und Großbritannien bei der Suche nach Frieden spielen, spricht Anne Will in dieser Folge mit Annette Dittert, langjährige ARD-Korrespondentin in London. Annette Dittert erklärt, warum Starmer gerade “der richtige Mann am richtigen Platz” ist, aber auch, wo er als Brückenbauer zwischen der EU und den USA an seine Grenzen kommen könnte. Außerdem blicken die beiden auf den Zustand des britischen Militärs und Annette Dittert erklärt, warum Großbritannien gut beraten ist, den Draht zum Weißen Haus aufrechtzuerhalten. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Dienstag, 4. März, um 17:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Deutschlandfunk: Trump setzt Militärhilfe für die Ukraine aus – Kritik aus Frankreich und Polen, 4.3.2025 Der Spiegel: Vorstoß von Frankreich: Großbritannien dementiert Einigung auf Plan für Waffenruhe in der Ukraine, 3.3.2025 European Commission: European Commission President Ursula von der Leyen statement on defence package, 4.3.2025 Süddeutsche Zeitung: Starmer will retten, was vielleicht nicht mehr zu retten ist, 3.3.2025 Volodymyr Selenkyj auf X, 4.3.2024 <a href="https://www.youtube.com/w
Sat, March 01, 2025
Mit 28,5 Prozent der Stimmen wurde die Union vergangenen Sonntag stärkste Kraft. Friedrich Merz wird voraussichtlich neuer Kanzler. Sein Vorgänger als Kanzlerkandidat für die Union war Armin Laschet, ehemaliger Ministerpräsident von NRW, der bei der Wahl 2021 knapp hinter Olaf Scholz blieb. Gerade wurde Laschet wieder direkt in den Bundestag gewählt - und zu Anne Will ins Studio kommt er geradewegs aus der ersten Fraktionssitzung der Union nach der Wahl. Für Friedrich Merz gibt es nur eine Regierungsoption: eine schwarz-rote Koalition. Diese neue Regierung hat einiges vor sich, wenn sie versuchen will, ein weiteres Erstarken der AfD zu verhindern und angesichts der angespannten globalen Lage Stabilität zu bieten. Armin Laschet ist ein erfahrener Koalitionsverhandler und spricht mit Anne Will darüber, was jetzt wichtig ist, damit Deutschland schnell eine stabile Regierung bekommt. Was braucht es, damit Gespräche zwischen Union und SPD gelingen? Müssen "Kurs und Ton" von Friedrich Merz sich ändern, wie es SPD-Parteivorsitzender Lars Klingbeil fordert? In den Wochen vor den Wahlen war Merz kompromisslos aufgetreten und die von ihm angestoßene Abstimmung über einen Entschließungsantrag zur Migrationspolitik, der mit Stimmen der AfD Erfolg hatte, löste landesweite Proteste aus. Armin Laschet erklärt, warum er dem Entschließungsantrag im Januar zugestimmt hat und wieviel Stabilität er Friedrich Merz, den er schon lange kennt, als Bundeskanzler zutraut. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Dienstag, 25. Februar, um 17 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Aachener Zeitung: Armin Laschet distanziert sich von Merz‘ Fünf-Punkte-Plan, 04.02.2025 DER SPIEGEL: Ohne die Alten hätte Deutschland keine demokratische Mitte, 24.02.2025 Frankfurter Rundschau: „So spricht ein Mini-Trump“: SPD reagiert empört auf Merz-Rede, 25.02.2025 Friedrich Merz: #Merzrede beim Wahlkampfabschluss von CDU und CSU in München, 22.02.2025 Friedrich Merz, Statement zur Tat von Aschaffenburg, 23.01.2025 MDR: So wurde in den Wahlkreisen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gewählt, 25.02.2025 <a href="https://www.
Thu, February 27, 2025
Deutschland stellt sich politisch neu auf: Eine schwarz-rote Koalition unter Friedrich Merz als Bundeskanzler ist in Aussicht. Die Union sieht nach der Wahl einen klaren Regierungsauftrag, ist aber mit 28,5 Prozent der Stimmen weit unter ihren Hoffnungen geblieben. Zusammenraufen muss sie sich nun mit der angeschlagenen SPD, die gerade ihr historisch schlechtestes Wahlergebnis bei einer Bundestagswahl geholt hat. Währenddessen hat die Linke einen massiven Aufschwung verzeichnet, die FDP fliegt aus dem Bundestag und die AfD verdoppelt ihren Stimmanteil. Nachdem Friedrich Merz im Januar eine Abstimmung im Bundestag mit Stimmen der AfD durchgebracht und im Wahlkampf von “linken und grünen Spinnern” gesprochen hatte, ist die SPD auf seine Union nicht gut zu sprechen. SPD-Vorsitzender Lars Klingbeil forderte mit Blick auf eine mögliche Koalition, Merz müsse seinen “Kurs und Ton” ändern, damit eine Zusammenarbeit funktionieren kann. Auch rechnerisch ist die Ausgangslage für die kommende Regierung knifflig, weil die Parteien der Mitte ohne Linke oder AfD keine Zweidrittelmehrheit mehr im Bundestag erreichen können. Die ist aber notwendig für verfassungsändernde Entscheidungen, wie zum Beispiel eine Reform der Schuldenbremse oder ein neues Sondervermögen für die Bundeswehr. Wie kann die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz den Herausforderungen begegnen? Schafft sie einen echten Neuanfang, gerade in dieser weltpolitisch so aufgewühlten Zeit? Darüber spricht Anne Will mit Bernd Ulrich, Journalist bei der ZEIT. “Wir leben in einer komplett neuen Zeit”, sagt er und betont, dass die aktuellen globalen Krisen so groß sind, dass „die normalen Bordmittel der Politik“ nicht mehr ausreichen. Darauf werde sich sowohl die nächste Bundesregierung als auch die Bevölkerung einstellen müssen. Inmitten der sich überschlagenden Weltgeschichte müsse ein Neuanfang auch darin bestehen, dass sich die Kommunikation zwischen Politik und Bevölkerung grundlegend verändert. Wie Koalitionsverhandlungen gelingen können, darüber hat Anne Will auch mit Armin Laschet gesprochen, der 2021 als Kanzlerkandidat für die Union ins Rennen ging. Er glaubt, dass Union und SPD sich bei innenpolitischen Themen einigen können und betont, die nächste Regierung müsse liefern, um einen weiteren Aufstieg der AfD zu verhindern. Die komplette Folge mit Armin Laschet veröffentlichen wir am 1. März 2025 um 6 Uhr. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 26. Februar 2025, um 17:00 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Die Zeit: Merz plus X, 20.02.25 Die Zeit: Zur Hölle mit den Triggerpunkten, 24.02.202
Thu, February 20, 2025
Die Bundestagswahl steht vor der Tür! Ein Fest der Demokratie ist das, darüber sind sich Anne Will und ihr Gast dieser Folge einig. Der Politikwissenschaftler Karl-Rudolf Korte ist seit vielen Jahren einer der renommiertesten Wahlexperten der Bundesrepublik. Mit ihm blickt Anne Will vorab auf den Wahlsonntag - und darüber hinaus. Über allem steht die Frage: Was entscheidet die Wahl? Denn das Interesse ist riesig. Gleichzeitig sind die Umfragewerte der Parteien - mit Ausnahme der Linken - seit Wochen wie eingefroren. Haben politische Großereignisse wie etwa Merz’ gemeinsame Abstimmung mit der AfD über schärfere Migrationspolitik also keine Auswirkungen auf die Wahl? Immerhin gingen deutschlandweit Hunderttausende auf die Straße. Außerdem gibt es bei dieser Bundestagswahl eine Einmischung von außen wie nie zuvor. Neben Russland macht auch die neue US-Regierung keinen Hehl daraus, dass sie die AfD unterstützt. Elon Musk ließ sich auf deren Parteitag zuschalten, Vizepräsident J.D. Vance sprach am Rande der Münchener Sicherheitskonferenz mit AfD-Parteichefin Alice Weidel. Auswirkungen auf das Wahlverhalten der Wählerinnen und Wähler habe das aber kaum, sagt Politikwissenschaftler Korte. Die Kämpfe um die Deutungshoheit bei Themen wie Migration, Wirtschaft und Frieden sind in diesem Wahlkampf hart geführt worden. Neue Ansätze habe aber kaum eine Partei geliefert, sagt Politikwissenschaftler Korte. “Zukunftsarm” sei dieser kurze Wahlkampf nach dem Bruch der Ampel-Koalition gewesen. Verwundern sollte das allerdings nicht, denn Wahlen in Deutschland würden traditionell in der Mitte gewonnen, so Korte. Die Deutschen seien beim Urnengang “risikoavers”. In dieser Folge blicken Anne Will und Politikwissenschaftler Karl-Rudolf Korte auch auf die Zukunft der zur Wahl stehenden Spitzenkandidaten. Wie geht es für sie im Fall einer Wahlniederlage weiter? War es ein Fehler, dass zumindest die Ampel-Parteien mit demselben Spitzenpersonal ins Rennen gehen? Besonders bei der SPD, sagt Korte, stelle man sich schon jetzt auf eine Zeit nach Olaf Scholz ein. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 19. Februar 2025, um 17:00 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: ZDF, Politbarometer, 14.02.2025 FAZ, Bach rauf oder Bach runter?, 18.02.2025 SZ, Die CDU fürchtet einen Sieg, der nicht zum Durchregieren reicht, 18.02.2025 Zeit, Sogar die Grünen sind nach rechts ge
Thu, February 20, 2025
Spätestens bei der Münchener Sicherheitskonferenz ist klar geworden: Die USA ziehen sich als verlässlicher Partner für Deutschland, Europa und die Ukraine immer weiter zurück. In München haben Anne Will und der Journalist Christoph von Marschall die Rede von US-Vizepräsident J.D. Vance gemeinsam verfolgt - und waren, wie die meisten Beobachterinnen, überrascht. Denn Vance machte kaum Aussagen zur künftigen Sicherheitslage in Europa oder der Rolle der USA. Stattdessen griff er die Europäer wegen vermeintlich bedrohter Meinungsfreiheit an. Das sei eine größere Gefahr als Russland oder China. Im Gespräch mit Anne Will ordnet der Diplomatische Korrespondent der Chefredaktion des Tagesspiegel - nun wieder aus seiner Wahlheimat Washington - die Ereignisse ein. "Es wäre nötig, dass wir nach den vielen 'Weckrufen' auch mal wach werden", sagt Christoph von Marschall. Europa müsse schnell und energisch handeln und aufrüsten, um für einen potentiellen größeren Krieg mit Russland in Zukunft gewappnet zu sein. Der Fokus auf gemeinsame Verteidigungsfähigkeit habe oberste Priorität. Frankreichs Präsident Macron versuchte mit einem spontanen Ukraine-Gipfel in Paris den Eindruck europäischer Geschlossenheit zu erwecken. Dass er nicht alle Staaten zu dem Treffen einlud, erzeugte allerdings ein gegenteiliges Bild. Fast gleichzeitig trafen sich die Außenminister der USA und Russlands in Saudi-Arabien, um sich wieder anzunähern. Vertreter aus der Ukraine und der EU waren nicht eingeladen. Bei Letzteren wächst die Angst, bei einem möglichen Friedensdeal zwischen Trump und Putin übergangen zu werden. Markieren die vergangenen Tage eine Zeitenwende in der Sicherheitspolitik? Sie beleuchten auf jeden Fall umso stärker wieder Fragen, die schon seit Beginn des Krieges gegen die Ukraine immer wieder diskutiert werden: Braucht es eine europäische Armee? Bis zu welchem Grad sollte sich Deutschland militärisch an der Sicherheit der Ukraine beteiligen und vor allem: hätten wir dafür auch die Ressourcen? Wie geht man jetzt mit Russland um – Frieden durch Abschreckung oder Beschwichtigung? Ohne die USA muss Europa seine Rolle in der Welt neu definieren. Die Frage ist nur, können die europäischen Staaten diese Rolle auch schnell genug ausfüllen? Diese Fragen bespricht Anne Will mit Christoph von Marschall in dieser Folge. Außerdem blicken Sie auf die langfristige Strategie der Trump-Regierung und wie eine zukünftige Bundesregierung mit ihr zurechtkommen könnte. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Dienstag, 18. Februar, um 16 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Tagesspiegel, Appeasement gegenüber Putin: Darauf könnte der große Krieg folgen, 16.2.2025 <a href="https://www.spi
Thu, February 13, 2025
Diese Folge wurde am Mittwoch, den 12. Februar 2025 aufgezeichnet und der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 12. Februar 2025, um 16:00 Uhr. Der Wahlkampf läuft auf Hochtouren, doch welche Impulse setzen die großen Parteien wirklich? Die Union präsentiert sich als Alternative zur Ampel, doch mit einem Programm, das erhebliche Finanzierungsfragen aufwirft. Friedrich Merz setzt auf Migration und wirtschaftliche Kompetenz – doch reicht das für einen überzeugenden Kurswechsel? Die SPD wirkt inhaltlich blass und kämpft gegen schlechte Umfragewerte, während Olaf Scholz auf ein “Weiter so” setzt. Die Grünen stehen vor der Herausforderung, mit eigenen Themen wie Klimapolitik und Sozialstaat zu punkten – doch erreicht ihre Botschaft die Wählerinnen und Wähler? Während Hunderttausende gegen den Rechtsruck demonstrieren, setzen nicht nur die Union, sondern auch SPD und Grüne auf eine restriktivere Migrationspolitik. Könnte das einer der Gründe sein, warum Die LINKE derzeit wieder an Zulauf gewinnt? Doch wird dieser Wahlkampf den Herausforderungen tatsächlich gerecht, vor denen das Land steht? Ist die politische Mitte zu unentschlossen, um sich gegen den Populismus zu behaupten? Welche Konzepte fehlen, um die Wählerinnen und Wähler zu überzeugen? Und warum scheint der Wahlkampf so wenig Bewegung in die Umfragen zu bringen? Gemeinsam mit der Politikwissenschaftlerin Julia Reuschenbach analysiert Anne Will in dieser Folge die Dynamik dieses Wahlkampfs. Wir sprechen über die Frage, ob nach der Wahl überhaupt noch konstruktive Zusammenarbeit möglich ist – oder ob sich die verhärteten Fronten weiter verfestigen. Nach der Wahl muss eine Koalition entstehen – aber mit wem? Und zu welchem Preis? WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: ZEIT ONLINE, Die letzte Bundestagsdebatte vor der Wahl , 11.02.2025 SPD, Kevin Kühnert hält letzte Rede im Bundestag - emotionaler Abschied , 11.02.2025 ZEIT ONLINE, Bundestagswahl: Wer passt zu wem? , 10.02.2025 Tagesschau, Das TV-Duell – Olaf Scholz gegen Friedrich Merz in voller Länge , 10.02.2025 DER SPIEGEL, Wahlkampf in der Retrofalle , 10.02.2025 ZEIT ONLINE, Autoritarismus-Studie: Zufriedenheit mit der deutschen Demokratie nimmt stark ab , 13.11.2024 <
Thu, February 06, 2025
Bei Robert Habeck geht es derzeit ziemlich turbulent zu. Er steckt mitten in der heißen Phase des Wahlkampfs, und das Thema Migration dominiert die politische Debatte - ein Feld, auf dem den Grünen von Seiten der Wählerinnen und Wähler traditionell eher wenig Kompetenz zugerechnet wird. Habeck selbst hat kürzlich einen Plan für eine schärfere Migrationspolitik vorgelegt, der allerdings bei vielen in seiner Partei für Kritik sorgte. Darüber spricht Anne Will in dieser Folge mit Robert Habeck, Vizekanzler, Wirtschaftsminister und Spitzenkandidat der Grünen. Und über allem schwebt die Frage: Kann er, können die Grünen, mit Friedrich Merz nach der Bundestagswahl eine neue Regierung bilden oder war’s das mit Schwarz-Grün? Nach Merz’ gemeinsamer Abstimmung unter anderem mit der AfD hatte Habeck den Kanzlerkandidaten der Union scharf attackiert. Seine Kritik wiederholt Habeck im Gespräch mit Anne Will, betont aber auch, demokratische Parteien müssten gesprächs- und idealerweise auch einigungsfähig sein. Merz müsse dafür aber zurückrudern und Fehler eingestehen, so Habeck. Ohne Kompromissbereitschaft vonseiten der Union seien Gespräche “faktisch nicht denkbar”. Auch über Habecks Fehltritte und Erfolge als Wirtschaftsminister spricht Anne Will mit Robert Habeck in diesem Interview. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 05. Februar 2025, um 12:00 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Süddeutsche Zeitung, Grüne Jugend legt eigenen Zehn-Punkte-Plan vor, 05.02.2025 Der Spiegel, Habeck verlangt Fehlereingeständnis von Merz vor möglicher Zusammenarbeit, 03.02.2025 Süddeutsche Zeitung, Die Grünen streiten über Habecks Migrationspläne, 04.02.2025 WirtschaftsWoche, Diese Arbeitsmarktzahl muss die neue Bundesregierung alarmieren, 31.01.2025 Die Zeit, Einer von Habecks schwersten Auftritten, 29.01.2025 Robert Habeck im WDR 0630 Interview, 03.02.2025 IMPRESSUM Redaktion: Felix Schlagwein, Melisa Gürleyen Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Lukas Hambach, Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit
Wed, February 05, 2025
Es war eine historische Abstimmung im Bundestag vergangene Woche. Ein Tabubruch für viele, Hunderttausende gingen in den Tagen darauf auf die Straße. Die Union hatte gemeinsam mit den Stimmen von FDP und AfD einen Antrag zur Verschärfung der Migrationspolitik verabschiedet. Darin wird unter anderem die umfassende Zurückweisung von Asylsuchenden an den deutschen Grenzen gefordert. Wenige Wochen vor der Bundestagswahl hat die Debatte um die sogenannte Brandmauer zur AfD ihren bisherigen Höhepunkt erreicht. In dieser Folge ordnet Anne Will gemeinsam mit dem Publizisten und Politikwissenschaftler Albrecht von Lucke die Ereignisse ein. Hat Merz sich verzockt, ist er zu weit gegangen? Oder entspricht sein Vorstoß dem Wunsch der Wählerinnen und Wähler? Denn die fordern mit großer Mehrheit eine schärfere Asylpolitik. Albrecht von Lucke ist sich sicher: Merz hat sich vergaloppiert und viel Vertrauen verloren – auch wenn er auf dem jüngsten CDU-Parteitag wieder etwas zurückgerudert ist. Das würde in Zukunft vor allem der AfD nutzen. Anne Will und Albrecht von Lucke blicken in dieser Folge auch nach vorne: Wie geht es weiter? Hat Merz’ Vorstoß und das auf dem Parteitag verabschiedete Sofortprogramm potentielle Koalitionen mit SPD und Grünen unmöglich gemacht? Und kann es nach der Ampel wieder eine stabile Regierung in Deutschland geben? Der Redaktionsschluss für diese Folge war Dienstag, 04. Februar 2025, um 16:00 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: FAZ, Friedrich Merz hat es begriffen , 03.02.2025 Der Spiegel, Die Geister, die Merz rief , 03.02.2025 ntv.de, Ricarda Lang findet Häme gegen Merz "befremdlich" , 04.02.2025 Der Spiegel, Ex-CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer verlässt Zentralkomitee der Katholiken , 04.02.2025 Umfrage zu Merz’ Asyl-Vorstoß: Politbarometer vom 30.01.2025 “Sofortprogramm für Wohlstand und Sicherheit” der CDU IMPRESSUM Redaktion: Felix Schlagwein, Melisa Gürleyen Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Max Frisch, Lukas Hambach, Patrick Zah
Thu, January 30, 2025
Wenige Wochen vor der Bundestagswahl hat die Union im Bundestag über zwei Anträge für eine härtere Migrations- und Asylpolitik abstimmen lassen - und eine der Abstimmungen mit den Stimmen der AfD gewonnen. Es ist das erste Mal, dass ein Antrag im Bundestag durch Unterstützung der AfD eine Mehrheit bekommt. Friedrich Merz selbst hatte noch im vergangenen November im Bundestag gesagt, er wolle nicht mal “zufällige Mehrheiten” mit der AfD akzeptieren. Nach der Gewalttat von Aschaffenburg legte er nun seinen 5-Punkte-Plan vor und fordert darin unter anderem “dauerhafte Grenzkontrollen” und die “Zurückweisung ausnahmslos aller Versuche der illegalen Einreise”. Mit Hilfe der AfD ist dieser Antrag nun beschlossen worden - rechtlich bindend ist er aber nicht. SPD und Grüne zeigen sich nach der Abstimmung erschüttert, Applaus kommt für das Abstimmungsergebnis nur von der AfD. Ist dieser Moment eine historische Zäsur und das Ende der Brandmauer? Wohin führt die neue Härte im Wahlkampf? Direkt nach der Abstimmung spricht Anne Will darüber mit Katharina Hamberger, Hauptstadtkorrespondentin für das Deutschlandradio. Sie beobachtet die Union seit Jahren und gibt ihre Einschätzung ab, was dieses Abstimmungsergebnis für die Union und den Wahlkampf bedeutet. Bundeskanzler Olaf Scholz wirft Friedrich Merz in der Bundestagsdebatte einen “unverzeihlichen Fehler” vor. Am Tag vor der Abstimmung hat Anne Will mit ihm darüber gesprochen, was der Bundeskanzler von Friedrich Merz’ Verhalten im Wahlkampf hält. Die komplette Folge mit Olaf Scholz ist am Mittwoch, 29. Januar erschienen. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 29. Januar 2025, um 18:00 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Zeit Online: Asyldebatte im Bundestag und Abstimmung über die Unions-Anträge zur Asylpolitik, 29.01.2025 Spiegel: Antrag der Union zur Asylrechtsverschärfung: So haben die einzelnen Abgeordneten abgestimmt, 29.01.2025 Deutscher Bundestag: Entschließungsantrag der CDU/CSU, 28.01.2025 Tagesschau: Sind die Pläne von Merz rechtlich zulässig? 27.01.2025 ARD DeutschlandTrend: Migration und Wirtschaft wichtigste Themen, 09.01.2025 Tagesschau: Kirchen warnen CDU und CSU vor Abstimmung mit AfD, 29.01.2025</a
Wed, January 29, 2025
Olaf Scholz will es noch einmal so machen wie 2021: Im Wahlkampf die Wende schaffen, die Union überholen und Kanzler werden. Doch kurz vor der Bundestagswahl 2025 steht er gewaltig unter Druck. In den Umfragen liegt er weit zurück und CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz treibt den Noch-Kanzler seit der Gewalttat von Aschaffenburg in der Migrationsdebatte vor sich her. Zur Bilanz von Olaf Scholz’ nicht vollendeter Amtszeit gehört eine ständig streitende Regierung, die sich gegenseitig blockiert und daran scheitert, ihre Erfolge an die Bevölkerung zu vermitteln - aber auch historisch schlechte Wahlergebnisse der SPD und schließlich die verlorene Vertrauensfrage im vergangenen Dezember. Jetzt ist Olaf Scholz wieder im Wahlkampf. Anne Will blickt mit dem Bundeskanzler auf die aktuelle Debatte in der Migrations- und Sicherheitspolitik, den Stand im Wahlkampf und auf seine Amtszeit. Wie will Olaf Scholz nach dem Ampel-Aus den Wählerinnen und Wählern vermitteln, dass er nochmal regieren sollte? Welche Vorschläge machen er und seine SPD, um den Sorgen der Bevölkerung nach den Taten von Solingen, Magdeburg und Aschaffenburg zu begegnen? Und worum geht es Friedrich Merz gerade? Der Redaktionsschluss für diese Folge war Dienstag, 28. Januar 2025, um 16:00 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Tagesspiegel: Trotz Kritik von Scholz: Mehrheit der SPD-Wähler unterstützt laut Umfrage Merz’ Asyl-Stopp, 28.01.2025 Tagesschau: Das sind Merz’ Pläne für die Migrationspolitik, 26.01.2025 Friedrich Merz, Statement zur Tat von Aschaffenburg, 23.01.2025 ZDF: Ist Merz’ 5-Punkte-Plan rechtlich umsetzbar?, 24.01.2025 Thüringer Allgemeine Zeitung: “Natürlich kriegen wir das hin”: Bundeskanzler Olaf Scholz im Interview, 11.08.2023 ZDF-Politbarometer: K-Frage: Merz wieder deutlich vor Habeck, 24.1.2025 IMPRESSUM Redaktion: Gina Enslin, Sven Knobloch Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Lukas Hambach, Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH
Sat, January 25, 2025
Mit dem Amtsantritt von Donald Trump wird die Welt eine andere – daran besteht spätestens seit seinem ersten Tag im Oval Office kein Zweifel mehr. Welche Antworten müssen wir auf ihn und seinen Politikstil finden? Darüber spricht Anne Will in dieser Folge mit Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im EU-Parlament. Wie kann Europa auf Trumps Forderung reagieren, Nato-Staaten sollten 5 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung ausgeben und wie könnte das bezahlt werden? Was bedeutet Trumps Amtsantritt für die Ukraine? Europa müsse mehr für seine eigene Verteidigung ausgeben und enger zusammenrücken, sagt Strack-Zimmermann. Stärke zeigen und ihm entgegenkommen: nur so könne man Trump begegnen. Auch Trumps Grönland-Ambitionen verunsichern Europa, genauso wie seine angedrohten Zölle. Welche Antworten braucht es darauf? Darüber diskutieren Anne Will und Marie-Agnes Strack-Zimmermann in dieser Folge und fragen sich auch, ob ein künftiger Kanzler Friedrich Merz wohl einen besseren Draht zu Trump hätte, als Olaf Scholz. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Dienstag, 21. Januar 2025, um 17:00 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Der Spiegel, Streit über Verteidigungsausgaben: Der Wehrschwindel, 18.01.2025 Tagesspiegel, “Jetzt ist Schluss mit lustig” - Deutschland und die Angst vor Trump, 20.01.2025 tagesschau.de, Deutscher US-Botschafter warnt vor Trump, 19.01.2025 Süddeutsche Zeitung, Widerstand gegen “King Donald”, 22.01.2025 Süddeutsche Zeitung, Merz in Davos: Mit ihm soll man rechnen, 21.01.2025 Zeit Online - Alles, was Sie über Team Trump wissen sollten, 18.01.2025 IMPRESSUM Redaktion: Felix Schlagwein, Melisa Gürleyen Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Lukas Hambach, Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH
Thu, January 23, 2025
Mit dem Amtsantritt von Donald Trump wird die Welt eine andere – daran besteht spätestens seit seiner ersten Rede als neuer US-Präsident kein Zweifel mehr. Doch wie genau wird Donald Trump die Welt verändern? Darüber spricht Anne Will in dieser Folge mit Jörg Lau, dem Außenpolitischen Korrespondenten der Wochenzeitung Die Zeit. Gemeinsam blicken sie auf den radikalen Wandel, den Trumps Regierung, Hand in Hand mit den Tech-Giganten von Elon Musk bis Mark Zuckerberg, für die USA plant. Die entscheidende Frage wird sein: Können Trump und seine „Broligarchen“ durchregieren oder können ihnen Gerichte, die Verfassung und die Opposition noch Einhalt gebieten? Natürlich blicken Anne Will und Jörg Lau auch über die Grenzen der USA hinaus. Denn Trump hat große Pläne in der Welt: Grönland, Kanada, der Panama-Kanal – seine Interessen hat er bereits angemeldet. Eine zentrale Frage für Europa ist auch, wie Trump mit der Ukraine umgeht. Wird es einen Waffenstillstand geben, ähnlich wie er ihn im Israel-Gaza-Konflikt erzwungen hat? Und was bedeutet das für Europa? Darüber diskutieren Anne Will und Jörg Lau in dieser Folge und fragen sich auch, ob ein künftiger Kanzler Friedrich Merz wohl einen besseren Draht zu Trump hätte, als Olaf Scholz. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 22. Januar 2025, um 17:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Die Zeit, Oligarchie unter Trump: Nimmersatt, 22.01.2025 Zeit Online, Die Frage ist: Wer hat den größten “backyard”, 14.01.2025 Süddeutsche Zeitung, Widerstand gegen “King Donald”, 22.01.2025 Süddeutsche Zeitung, Merz in Davos: Mit ihm soll man rechnen, 21.01.2025 Zeit Online - Alles, was Sie über Team Trump wissen sollten, 18.01.2025 Tagesspiegel, “Jetzt ist Schluss mit lustig” - Deutschland und die Angst vor Trump, 20.01.2025 IMPRESSUM Redaktion: Felix Schlagwein, Melisa Gürleyen Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Lukas Hambach, Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH
Tue, December 31, 2024
Die Ampel ist Geschichte, Bundeskanzler Olaf Scholz hat im Bundestag die Vertrauensfrage gestellt und anschließend den Bundespräsidenten um Neuwahlen gebeten. Mit dem neuen Jahr beginnt in Deutschland der Wahlkampf. Die Bundestagswahl findet im Februar statt. Wie wirken die vergangenen Monate auf jemanden, der von sich sagt, er sei politikverdrossen? Der nicht mehr weiß, wem er in der Politik noch glauben - geschweige denn wählen - soll. Die Rede ist von Felix Lobrecht, Comedian, Autor und Podcaster. Er sieht sich als Unterhalter, der den Menschen auch mal Ablenkung und eine gute Zeit ermöglicht. Gleichzeitig interessiert er sich aber sehr für Politik und äußert sich regelmäßig dazu. Wie ernst sollte man Politik nehmen? Darüber sprechen Anne Will und Felix Lobrecht und überlegen, warum viele Menschen derzeit von der Politik so bedient sind und wie man ihre Herzen zurückgewinnen kann. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Donnerstag, 19. Dezember 2024, um 16:00 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill Podcast Gemischtes Hack, Felix Lobrecht und Tommi Schmitt Hotel Matze, Felix Lobrecht (2024) - Welche Komplexe hast du bis heute? 4.12.2024 Demokratievertrauen in Krisenzeiten, Friedrich-Ebert-Stiftung, 2023 https://www.fes.de/studie-vertrauen-in-demokratie IMPRESSUM Redaktion: Marie Schiller Producer: Lukas Hambach, Maximilian Frisch und Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH
Thu, December 19, 2024
Olaf Scholz stellt im Bundestag die Vertrauensfrage. Es hätte eine historische Grundsatzdebatte werden können. Doch Selbstkritik oder Bedauern sucht man in den Reden vergeblich. Stattdessen merkt man: Der Bundestagswahlkampf ist kurz vor Weihnachten mehr als eröffnet. Und obwohl die Kandidaten erst kürzlich bei Joko & Klaas versprochen haben, Politik mit Anstand zu machen, erleben wir wieder persönliche Vorwürfe und beleidigte Reaktionen. Der Kanzler sei "peinlich", Christian Lindner mangele es an "sittlicher Reife", Friedrich Merz erzähle "Tünkram", also Unsinn. Wir fragen deshalb: Was wird das für ein Wahlkampf? Wie glaubwürdig sind die Kandidaten, welche Inhalte wollen die Parteien mit ihren Programmen nach der Wahl im Februar umsetzen und auch welche politische Kultur steht in den nächsten Wochen auf dem Spiel? Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 18. Dezember 2024, um 17 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: ZDF, Scholz verliert Vertrauensfrage: Das Pöbel-Parlament , 16.12.2024 Zeit Online, Das war's dann also , 16. Dezember 2024 Robert Habeck, Friedrich Merz und Olaf Scholz über #PolitikUndAnstand | Joko & Klaas Süddeutsche Zeitung, Ziemlich knallharte Typen , 17.12.24 tagesschau.de, Das sind die Schwerpunkte der Wahlprogramme , 17.12.2024 IMPRESSUM Redaktion: Marie Schiller Producer: Lukas Hambach und Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH
Sat, December 14, 2024
„Wie bereiten wir uns auf die Zukunft vor?“ Wenn man diese Frage politisch stellt, dann scheint sie fast unmöglich zu beantworten - angesichts einer Weltlage voller Krisen und Umbrüche. Doch es ist eine wichtige Frage, auf die sich viele Menschen aus unterschiedlichen Perspektiven eine Antwort wünschen: Wird sich die Lage in Syrien endlich verbessern, nachdem Diktator Assad gestürzt wurde? Wie gestaltet sich die Zukunft der Ukraine, wenn der designierte US-Präsident tatsächlich Militärhilfen kürzt? Und wird nach der anstehenden Bundestagswahl in Deutschland alles besser oder zumindest stabiler? Anne Will spricht in dieser Woche mit der Frau, die wohl wie kaum eine andere in Europa diese Fragen beantworten kann: Florence Gaub, Zukunftsforscherin, Politikwissenschaftlerin und Militärstrategin. Sie leitet den Forschungsbereich am NATO Defense College in Rom und hat mit ihrem aktuellen Buch buchstäblich eine Bedienungsanleitung für die Zukunft geschrieben. Wir erfahren außerdem, wie jeder Mensch seine eigene Zukunft in die Hand nehmen kann. Ob im Alltag oder im Konfliktgebiet. “Zukunft ist weder Zufall noch Schicksal” ist die Botschaft von Florence Gaub, die sie in dieser Folge eindrucksvoll erklärt. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Dienstag, 10. Dezember 2024, um 16:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: re:publica 2024: Florence Gaub – Zukunft: Eine Bedienungsanleitung , 27.05.2024 NBC: President-elect Donald Trump interviewed by "Meet the Press" moderator Kristen Welker , 08.12.2024 Tagesschau: Wie Assad gestürzt wurde - und was das bedeutet , 08.12.2024 BBC: The global players in Syria before and after Assad , 10.12.2024 Spiegel Online: Ich wäre gerade so gerne in Syrien , 10.12.2024 F.A.Z.: Wieso die Verteidigung Europas von Amerika abhängig ist , 07.12.2024 Stiftung Wissenschaft und Politik: Trump-II und die Folgen für die internationale Politik , 03.12.2024 EMPFEHLUNGEN: Florence Gaub: Zukunft. Eine Bedienungs
Wed, December 11, 2024
In Syrien wird der Diktator Assad gestürzt. Frankreich und Polen sprechen über Friedenstruppen für die Ukraine. Und der künftige US-Präsident Trump stellt erneut die Mitgliedschaft in der NATO unter Bedingungen. Und Deutschland? Macht Wahlkampf. Friedrich Merz reist wie ein Schattenkanzler nach Kiew und Warschau. Olaf Scholz inszeniert sich als Friedenskanzler und schürt Kriegsangst. Welche Rolle will Deutschland in der Welt spielen? Diese Frage stellt Anne Will in dieser Folge Eckart Lohse. Der Leiter der Parlamentsredaktion der F.A.Z. ist ein ausgewiesener Kenner der deutschen Außenpolitik. Er hat Friedrich Merz nach Kiew und Warschau begleitet und gibt Einblicke in dessen außenpolitische Agenda. Außerdem diskutieren Anne Will und Eckart Lohse, wie die Beziehungen Deutschlands zu Frankreich und Polen wieder besser werden können und wie eine künftige Bundesregierung höhere Ausgaben für die Sicherheit finanzieren will. Darüber steht natürlich die Frage: wer gewinnt das Rennen um das Kanzleramt? Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 11. Dezember 2024, um 17:00 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: F.A.Z.: Entschieden ist die Sache erst am Wahltag , 16.11.2024 F.A.Z.: Merz’ außenpolitischer Wettlauf gegen Scholz , 09.12.2024 Körber-Stiftung: Deutsche wollen mehr in europäische Sicherheit investieren , 12.11.2024 Spiegel Online: Bundeswehr als Friedenstruppe? Merz nennt Baerbocks Gedankenspiele unverantwortlich , 05.12.2024 Table Media: Warum das Verhältnis zu Polen ein Wahlkampfthema ist , 02.12.2024 ntv: Scholz weiter im Aufwind , 10.12.2024 F.A.Z.: Wieso die Verteidigung Europas von Amerika abhängig ist , 07.12.2024 Stiftung Wissenschaft und Politik: Trump-II und die Folgen für die internationale Pol
Sat, December 07, 2024
16 Jahre war Angela Merkel Bundeskanzlerin und hat so nicht nur die Bundes-, sondern auch die Außen- und Sicherheitspolitik Europas und der Welt geprägt. Doch was bedeutet ihr sicherheitspolitisches Erbe angesichts eines Europas, das sich im Schatten eines Kriegs neu sortiert? In dieser Folge sprechen wir mit der Sicherheitsexpertin Claudia Major über die größten Herausforderungen der aktuellen Sicherheitspolitik. Russland führt einen brutalen Abnutzungskrieg gegen die Ukraine, nimmt massive Verluste in Kauf und strebt mit militärischen Fortschritten nach einer besseren Verhandlungsposition. Gleichzeitig steht die Ukraine vor der düsteren Wahl zwischen Abnutzung und Niederlage. Aber helfen die Waffenlieferungen wirklich? Claudia Major stellt klar: Es gibt keinen „Gamechanger“ – weder Panzer noch Marschflugkörper können den Krieg alleine entscheiden. Es braucht eine strategische Gesamtunterstützung, um der Ukraine eine Zukunft in Frieden und Freiheit zu ermöglichen. Anne Will bespricht mit Claudia Major: Wie gefährlich sind Putins Drohungen wirklich? Welche Rolle spielt der mögliche Wahlsieg von Donald Trump? Und der Ausgang der anstehenden Bundestagswahl? Außerdem blicken wir auf die Frage: Wie können wir den russischen Druck mindern und die Ukraine nachhaltig stärken? Und was bedeutet das für unsere eigene Sicherheit in Europa? Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 04. Dezember 2024, um 16:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: DIE ZEIT: “Krieg in der Ukraine: Nato bereitet sich auf Ukraine-Kurswechsel von Trump vor”, 03.12.2024 Maischberger: “Claudia Major und Carsten Breuer über die Gefahr durch Russland und die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands” , 26.11.2024 Quelle: taz, “Politikwissenschaftlerin über Ukraine: Land gegen Frieden funktioniert nicht“, 23.11.2024 BR24: "Operationsplan Deutschland": Kommt der Krieg jetzt auch zu uns? , 30.11.2024 SZ, “Bundestagswahl: Scholz und Merz liegen in der Ukraine-Politik gar nicht so weit auseinander , sie tun aber so”, 02.12.2024 Spiegel: "Vermächtnis der Altbunde
Thu, December 05, 2024
Angela Merkel hat Deutschland 16 Jahre lang regiert – eine Ära, die geprägt war von Stabilität, Krisenmanagement und der Kunst des Kompromisses. Doch nach ihrem Rückzug zeigt sich: Ihr politisches Erbe ist umstritten. Wie konnte Merkel einerseits Good Governance verkörpern, während die Ergebnisse in zentralen Bereichen – von der Energiepolitik bis zur Bundeswehr – desaströs ausfielen? Wie konnte all das zugleich passieren? Mit dem ZEIT-Journalist und Autor Bernd Ulrich spricht Anne Will über die widersprüchliche Bilanz der Merkel-Jahre und die große Frage: Wer füllt die Lücke(n), die sie hinterlassen hat? Ist der gescheiterte Noch-Kanzler Olaf Scholz der richtige Mann für diese Aufgabe? Und was ist mit Friedrich Merz? Kann er die CDU erneuern und die Versäumnisse seiner Vorgängerin aufholen? Wir werfen auch einen Blick auf die Ampel: Wo konnte sie ihrem Anspruch, einen Aufbruch nach der Merkel-Ära zu schaffen, gerecht werden? Wo hat sie versagt? Und lassen die aktuellen Spitzenköpfe in Deutschland nicht an Fairness und Redlichkeit vermissen, die wir aus der Ära Merkel gewohnt waren? Hat die Zukunft nach Merkel schon begonnen – oder verharren wir im „Weiter-so”? Der Redaktionsschluss für diese Folge war Dienstag, 03. Dezember 2024, um 17:00 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Die Zeit: “Angela Merkel: Anekdoten gegen Abgründe” , 05.02.2023 Die Zeit: “Memoiren von Angela Merkel: Die Fehler einer außergewöhnlichen Europäerin” , 26.11.2024 Die Zeit: “Olaf Scholz: Der Scholz'sche Boomerrealismus” , 30.05.2022 Die Zeit: “Deutsche Russlandpolitik: Waren sie alle von Sinnen?” , 22.04.22 Bundeskanzler Olaf Scholz, Rede bei der Wahlsiegkonferenz , 30.11.2024 Friedrich Merz, Fordert Ultimatum für Russland im Bundestag , 16.10.24 MDR: “ Von Asyl bis Zeitenwende: Die Bilanz der Ampel-Koalition” , 18.11.2024 Der Spiegel: “Nicht nur die FDP: Wenn Lügen zur Norm wird, stirbt die Demokratie” 01.12.2024 EMP
Tue, November 26, 2024
16 Jahre lang war Angela Merkel deutsche Bundeskanzlerin, von 2005 bis 2021. In ihre Amtszeit fielen die Weltwirtschaftskrise, die Eurokrise, der berühmte Satz „Wir schaffen das!“ zur Ankunft der vielen geflüchteten Menschen in 2015 und nicht zuletzt eine globale Pandemie. Als Frau aus Ostdeutschland hat Merkel eine beispiellose politische Karriere gemacht – und obwohl sie angekündigt hatte, nach ihrer Zeit als Kanzlerin nur noch „Wohlfühltermine“ machen zu wollen, hat sie nun ein fast 740 Seiten langes Buch über ihr Leben geschrieben. Dieses Leben besteht für aus zwei Teilen: die 35 Jahre bis zum Mauerfall und die 35 Jahre danach. „Sie kennen mich.“ Das hat Angela Merkel im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2013 gesagt. Aber stimmt das? Über ihr Leben, ihre Amtszeit und auch darüber, was im Buch fehlt, spricht Anne Will in dieser Folge mit Angela Merkel. Es geht um Merkels ostdeutsche Identität, um das Frau-Sein in der Spitzenpolitik, aber auch einen politischen Rückblick. Denn Angela Merkels politisches Erbe wirkt nach: Sie war es zum Beispiel, die sich 2008 zusammen mit dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy dezidiert gegen weitere Schritte in Richtung NATO-Beitritt der Ukraine aussprach. Wie beurteilt sie diese Entscheidung heute? Wie blickt sie auf den Aufstieg der AfD und auf die weltpolitische Lage im Jahr 2024? Und gibt es Dinge, die sie bereut? Der Redaktionsschluss für diese Folge war Montag, 25. November 2024, um 10:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Angela Merkel (mit Beate Baumann): Freiheit, erschienen am 26.11.2024 Livestream von der Buchvorstellung im Deutschen Theater Berlin, 26.11.2024 Der Spiegel: “Ja, da können Sie sagen: Die Merkel war’s”, 22.11.2024 Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Festakt zum Tag der deutschen Einheit, 3.10.2021 Tagesschau: “Ich lade Frau Merkel ein, Butscha zu besuchen”, 4.4.2022 Bundeszentrale für politische Bildung: Deutschlands Abhängigkeit von russischem Gas, 13.4.2022 EMPFEHLUNGEN: Film: “Die Unbeugsamen 2” IMPRESSUM Redaktion: Marie Schiller, G
Sat, November 16, 2024
Die Ampelregierung ist gescheitert - und damit auch Olaf Scholz als Bundeskanzler. Nun soll er trotzdem die SPD als Spitzenkandidat in den Bundestagswahlkampf führen - mit laut Umfragen historisch schlechten Beliebtheitswerten für sich und (Stand 14.11.2024) rund 16% Zustimmung für seine Partei. Eine Mammutaufgabe, auch für den Wahlkampfmanager der Sozialdemokraten. Anne Will spricht in dieser Folge mit Matthias Miersch, der zum Zeitpunkt des Interviews erst 5 Wochen als SPD-Generalsekretär im Amt ist. Es geht um die Herausforderung, die angeschlagene Partei für Wähler wieder attraktiv zu machen. Es geht um die nicht enden wollenden Diskussionen, ob Verteidigungsminister Boris Pistorius nicht der bessere Kandidat wäre. Und es geht um die Positionierung in der Friedenspolitik im Zeichen der neuen Konkurrenz durch das BSW. Zudem diskutieren Anne Will und Matthias Miersch über die Russlandpolitik der SPD. Hat die Partei wirklich eine Schlussstrich unter die Ära Schröder und die Idee vom Wandel durch Handel gezogen? Oder hat der Generalsekretär selbst mit seiner Aussage, der Altkanzler sei “Teil der Partei", die Diskussion wieder unnötig befeuert? Der Redaktionsschluss für diese Folge war Donnerstag, 14. November 2024, um 13:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill Redaktionsnetzwerk Deutschland: Die Chronik des Scheiterns der Ampelkoalition , 7.11.2024 Der Spiegel: Sozialdemokraten in mehreren Ländern wünschen sich Pistorius als Kanzlerkandidaten , 13.11.2024 Der Spiegel: Heute Gegner. Morgen Partner? , 13.11.2024 BILD: Brisante Kanzler-Umfrage: Einer hängt Scholz UND Merz locker ab! , 14.11.2024 Marko Martin: Rede zu 35 Jahre Friedliche Revolution im Schloss Bellevue , 7.11.2024 Vorschlag eines Sondierungspapiers von SPD und BSW Brandenburg , 1.11.2024 Der Spiegel: Die Blockade von Scholz und Merz , 11.11.2024 Bundestag: <a href="https://www.bu
Thu, November 14, 2024
Die Ampel-Regierung ist gescheitert - und das zum schlechtestmöglichen Zeitpunkt. Während Donald Trump in seine zweite Amtszeit als US-Präsident geht und sich auch der Krieg gegen die Ukraine weiter zuspitzt, macht sich Deutschland politisch handlungsunfähig. Während gerade in dieser Zeit verantwortungsvolles Handeln gefragt wäre, scheinen sich die deutschen Spitzenpolitiker nur um sich selbst zu drehen. Wie viel Ego verträgt unser Land? In dieser Folge analysiert Anne Will mit der stellvertretenden Chefredakteurin des SPIEGEL, Melanie Amann, den beginnenden Wahlkampf zwischen Scholz, Lindner, Habeck und Merz. Sie versuchen zu beantworten, warum das Scheitern der Regierung so geräuschvoll ablief und woraus die einzelnen Akteure bei den überwiegend schlechten Umfragewerten plötzlich ihr Selbstbewusstsein schöpfen. Es geht außerdem um das Konzept der Vertrauensfrage, die scharfe Diskussion um einen neuen Wahltermin und darum, was die Neuwahlen für die erstarkten politischen Ränder bedeuten. Und am Ende die Frage: Welche Regierung könnte im Frühjahr 2025 wieder mehr Ruhe in das politische Tagesgeschäft bringen? Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 13. November 2024, um 18:00 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: ZEIT ONLINE: Auf Kanzler Merz käme einiges zu , 10.11.2024 ZEIT: Die Ego-Parade mackert durch Berlin , 09.11.2024 ZEIT ONLINE: Ein fataler Abgang , 06.11.2024 Tagesschau: Habecks Kandidatur - “Verhöhnung” oder eine gute Idee? , 09.11.2024 Tagesschau: Wie es zu Neuwahlen kommen könnte , 06.11.2024 Redaktionsnetzwerk Deutschland: Die Chronik des Scheiterns der Ampelkoalition , 7.11.2024 Der Spiegel: Sozialdemokraten in mehreren Ländern wünschen sich Pistorius als Kanzlerkandidaten , 13.11.2024 Der Spiegel: Heute Gegner. Morgen Partner? , 13.11.2024 IMPRESSUM Red
Thu, November 07, 2024
Donald Trump hat die Präsidentschaftswahl in den USA gewonnen. Doch ist die Welt bereit für Donald Trump? Darüber spricht Anne Will in dieser Folge mit dem ausgewiesenen USA-Kenner Christoph von Marschall. Er beobachtet die US-Wahl als Diplomatischer Korrespondent der Chefredaktion des Berliner „Tagesspiegel” in Washington und hat zehn der vergangenen 20 Jahre in den USA gelebt. Mit Anne Will analysiert von Marschall die Gründe für Trumps Wahlsieg und das Scheitern von Kamala Harris. Was Trump in seiner zweiten Amtszeit anders machen dürfte und warum ihm das große Sorgen bereitet, erklärt Christoph von Marschall in dieser Folge. Dabei geht es unter anderem um die Frage, ob das System der Checks and Balances in Zukunft überhaupt noch funktionieren wird. Mit dem erneuten Einzug von Donald Trump ins Weiße Haus beginne ein Zeitalter, das auch außerhalb der USA vieles verändern werde. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der von Trump angekündigten Zölle auf Produkte aus der EU diskutieren Anne Will und Christoph von Marschall ebenso wie die Frage, worauf sich die NATO nun einstellen muss und was das für Deutschlands Verteidigungspolitik bedeutet. Christoph von Marschall kritisiert, dass gerade die deutsche Politik zu lange von Wunschdenken geprägt gewesen sei und es nun dringend Zeit für einen neuen Realismus sei. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, der 06. November 2024, um 17:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: ZEIT ONLINE: Donald Trump gewinnt die Präsidentschaftswahl, 06.11.2024 https://www.zeit.de/politik/ausland/2024-11/us-wahl-2024-ergebnisse-swing-states-live Handelsblatt: Warum Deutschland Trumps liebstes Feindbild ist, 19.10.2024 https://www.handelsblatt.com/politik/international/us-wahl-warum-deutschland-donald-trumps-liebstes-feindbild-ist/100077154.html ARD Tagesschau: https://www.tagesschau.de/ausland/uswahl/uswahl-nato-eu-sicherheit-trump-100.html IW Köln: Handelskrieg unter Trump könnte Deutschland bis zu 180 Milliarden Euro kosten, https://www.iwkoeln.de/presse/pressemitteilungen/thomas-obst-samina-sultan-juergen-matthes-handelskrieg-unter-trump-koennte-deutschland-bis-zu-180-milliarden-euro-kosten.html ARD Tagesschau: Was Donald Trumps Sieg für die deutsche Wirtschaft bedeutet,6.11.2024 <a href="https://www.tagesschau.de/wirtsch
Wed, November 06, 2024
Mitten in der heißen Phase der US-Wahl hat sich der Dauerstreit der Ampel weiter zugespitzt - besonders seit Finanzminister Christian Lindners Grundsatzpapier zur Wirtschaftspolitik öffentlich geworden ist. Darin stellt Lindner die Wirtschafts- und Finanzpolitik der Ampel massiv in Frage. Es ist deshalb eine Woche der Krisentreffen im Kanzleramt: Von einem “Herbst der Entscheidungen” ist die Rede, die Möglichkeit von Neuwahlen steht im Raum - und das alles zu einem weltpolitisch denkbar schlechten Zeitpunkt. Aber wem würden Neuwahlen helfen? Welche Parteien würden davon profitieren? Was steckt strategisch hinter der Veröffentlichung von Lindners Papier? Darüber diskutiert Anne Will in dieser Folge mit dem Redakteur der Monatszeitschrift “Blätter für deutsche und internationale Politik” Albrecht von Lucke. Der Buchautor, Jurist und Politikwissenschaftler sieht in der Ampel diametral entgegengesetzte wirtschaftspolitische Positionen, einen Kanzler, der seine Autorität verloren hat, und eine Koalition, die ihren eigenen Transformationsanspruch verfehlt. Er sagt, die Ampelkoalition sei stattdessen ein “Wachstumsprogramm für die radikalen Ränder”. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Dienstag, 5. November 2024, um 15:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Christian Lindner: Wirtschaftswende Deutschland - Konzept für Wachstum und Generationengerechtigkeit, 1.11.2024 FAZ: Was taugt Lindners Wirtschaftspapier? 4.11.2024 Hotel Matze: Christian Lindner über seine Verantwortung im Ampelstreit, 4.11.2024 Tagesschau: Was Intels Rückzieher bedeutet, 17.9.2024 Spiegel: Ökonom Hüther fordert Ampel zur Abkehr von “Sparschwein-Mentalität” auf, 5.11.2024 Zeit: Söder fordert von FDP-Chef Bruch der Koalition im Bund, 5.11.2024 Phoenix: Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte und Bundeskanzler Olaf Scholz 4.11.2024 Phoenix: Habeck: “Schlechteste Zeit, dass die Regierung scheitert”, 4.11.2024 EMPFEHLUNGEN
Sat, November 02, 2024
Am 5. November 2024 entscheiden die USA nicht nur über ihren nächsten Präsidenten oder die erste PräsidentIN, sondern womöglich auch über das Schicksal der Ukraine. Während Donald Trump verspricht, den Krieg rasch zu beenden, würde dies wohl durch die Lockerung der Sanktionen gegen Russland und das Ende der Militärhilfe für die Ukraine erkauft. Kamala Harris hingegen steht für eine Fortsetzung der Unterstützung in enger Abstimmung mit der NATO – doch auch sie könnte durch eine republikanische Mehrheit im Kongress in ihrer Ukraine-Politik eingeschränkt werden. Anne Will spricht mit Vassili Golod, dem crossmedialen Leiter im ARD-Studio Kiew, über die möglichen Konsequenzen der US-Wahl für die Ukraine und die Frage: Entscheidet die Wahl in Amerika über den Ausgang dieses Konflikts? Das Interview wurde am Dienstag, 29. Oktober 2024, um 19:00 Uhr aufgezeichnet. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Brookings: How would Trump and Harris handle the Russia-Ukraine war? , 1.10. 2024 Rolling Stone: Ukraine may cost Trump the election , 21.10.2024 Die Zeit: Wer hat Angst vorm nächsten US-Präsidenten? , 28.10.2024 Institut für Weltwirtschaft: Hilfen könnten ab 2025 deutlich zurückgehen , 10.10.2024 Center for Strategic and International Studies: U.S. Support for Ukraine in the Midst of U.S. Elections , 3.10.2024 Tagesspiegel: Aktuelle Karten, Grafiken und Nachrichten zur russischen Invasion , 30.10.2024 Deutschlandfunk: Die Einzelheiten von Selenskyjs „Siegesplan“ , 17.10.2024 Handelsblatt: G7 trifft Vorkehrungen, um Hilfen „Trump-sicher” zu machen , 26.10.2024 Pew Research: War in Ukraine: Wide Partisan Differences on U.S. Responsibility and Support , 29.7.2024 EMPFEHLUNG:</p
Thu, October 31, 2024
Am 5. November 2024 blickt die Welt auf die USA: Die bevorstehende Präsidentschaftswahl könnte nicht nur die Vereinigten Staaten, sondern auch die globale Ordnung nachhaltig verändern. Sollte Donald Trump ins Amt zurückkehren, steht nicht weniger auf dem Spiel als die demokratische Verfassung Amerikas und die Stabilität internationaler Partnerschaften wie der NATO. Die Demokratin Kamala Harris hingegen gibt vielen westlichen Partnern Hoffnung auf eine Stärkung dieser Allianzen und den Erhalt demokratischer Werte. In dieser Folge sprechen wir mit der Journalistin und Autorin Annika Brockschmidt, deren aktuelles Buch „Die Brandstifter“ beleuchtet, wie radikale Kräfte die Republikanische Partei prägen. Gemeinsam mit Anne Will geht sie der Frage nach, ob Themen wie Abtreibung die Wahl beeinflussen werden und welche globalen Veränderungen uns bevorstehen könnten. Ein weiteres wichtiges Thema: die Ukraine. Vassili Golod, crossmedialer Leiter im ARD-Studio Kiew, analysiert, was ein Sieg von Trump oder Harris für die Unterstützung des Landes bedeuten könnte. Entscheidet die US-Wahl das Schicksal der Ukraine? Einige Einblicke in das Gespräch erwarten euch schon in dieser Folge – das vollständige Interview erscheint am 2. November 2024 um 6 Uhr als Bonusfolge. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 30. Oktober 2024, um 17:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Süddeutsche: Warum das Thema Abtreibung für den US-Wahlkampf so bedeutend ist , 29.10.2024 Rolling Stone: Ukraine may cost Trump the election , 21.10.2024 Die Zeit: Wer hat Angst vorm nächsten US-Präsidenten? , 28.10.2024 FAZ: Sorgen wegen Trump: Kann die NATO unsere Zukunft verteidigen? , 27.10.2024 taz: „Project 2025“-Manifest in den USA - Ein autoritärer Herrschaftsplan , 25.10.2024 NPR: Harris called Trump a 'fascist.' Experts debate what fascism is — and isn't , 29.10.2024 Die Zeit: Wer wird US-Präsident, Allan Lichtman? , 08.10.2024 Brookings: <a href="https://www.brookings.edu/articles/how-woul
Sat, October 26, 2024
Die Grünen galten nach der letzten Bundestagswahl als Hoffnungsträger. Ihr erklärtes Ziel: Deutschland klimafreundlicher machen. Doch nach fast drei Jahren in der Ampel-Regierung haben sie erheblich an Unterstützung eingebüßt. Bei den Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg sowie bei der Europawahl fuhren die Grünen enttäuschende Ergebnisse ein. Haben die Grünen in der Bundesregierung ihre Chance auf Mitgestaltung und Klimaschutz vertan? In der politischen Debatte seien die Grünen zu einem “bequemen Sündenbock” geworden, so formuliert es Ricarda Lang. Lang ist Bundesvorsitzende der Grünen, hat aber im September ihren Rücktritt angekündigt und mit ihr diskutiert Anne Will in dieser Folge. Lang erzählt sie von den Schlüsselmomenten, die sie zum Rücktritt bewegt haben, und spricht auch über ihre eigenen Versäumnisse. Sie habe zu viel Zeit damit verbracht, sich gegen Vorurteile zu wehren und sei schließlich vielleicht zu wenig authentisch gewesen. Ob die Grünen dennoch etwas bewirken konnten und was die Partei laut Ricarda Lang in Zukunft besser machen kann, erfahrt ihr in dieser Folge. Das Interview wurde am Dienstag, 22. Oktober 2024, um 10:30 Uhr aufgezeichnet. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: PHOENIX: Rücktritt: Statement von Ricarda Lang und Omid Nouripour, 25.9.2024 ZDF heute: Was war der Fehler, Herr Habeck?, 25.9.2024 BR24: CSU-Parteitag: Söder rechnet mit Grünen ab, 11.10.2024 Bayerischer Rundfunk: CSU will Haustiere vor Grünen retten - Spott im Netz, 21.10.2024 DER SPIEGEL: "Der Absturz der Grünen in der Gunst der Jungen ist atemberaubend", 28.9.2024 ZEIT: Ricarda Lang: Die rote Grüne, 2.7.2023 IMPRESSUM: Redaktion: Gina Enslin, Marie Steffens Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Lukas Hambach, Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH
Thu, October 24, 2024
Die Grünen stecken in einer tiefen Krise: Vor knapp einem Monat haben die beiden Parteivorsitzenden Ricarda Lang und Omid Nouripour ihren Rücktritt angekündigt, einen Tag später trat auch der Vorstand der Grünen Jugend zurück. Die Grünen kämpfen seit mindestens anderthalb Jahren mit schlechten Umfragewerten, können Wählerinnen und Wähler immer weniger überzeugen. Die Partei, die bei der Bundestagswahl 2021 großer Hoffnungsträger war, ist mittlerweile vor allem Kritik von allen Seiten ausgesetzt: zu ideologisch, zu pragmatisch, von den eigenen Werten entfremdet. Es scheint, als könnten es die Grünen niemandem recht machen. Jetzt sollen neue Gesichter her, eine neue Strategie. Was eine Neubesetzung der Parteispitze bringt und wie eine neue Strategie aussehen könnte, das diskutiert Anne Will in dieser Folge mit Robert Pausch, Redakteur im Politikressort der ZEIT. Er sagt, im Moment wüssten die Grünen selbst nicht mehr, wer sie sind und wer sie sein wollen. Wie könnte die Zukunft der Partei also aussehen? Für diese Folge hat Anne Will auch mit Ricarda Lang, der scheidenden Bundesvorsitzenden der Grünen, gesprochen. Auch sie attestiert ihrer Partei fundamentale Schwierigkeiten, für die allein der Rücktritt des Vorstands nicht die Lösung sein wird. Erste Ausschnitte aus dem Interview könnt ihr in dieser Folge schon hören. Das komplette Gespräch wird am 26. Oktober 2024 um 6 Uhr als Bonusfolge veröffentlicht. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 23. Oktober 2024, um 17:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: ZEIT: Ricarda Lang: “Ich saß vor meinem Handy und habe geweint”, 23.10.2024 ZDF heute: Was war der Fehler, Herr Habeck?, 25.9.2024 BR24: CSU-Parteitag: Söder rechnet mit Grünen ab, 11.10.2024 Tagesschau: Nächste Chipfabrik in Deutschland steht auf der Kippe, 23.10.2024 Deutschlandfunk: “Deutschlandfonds”: Neuer Streit zwischen Lindner und Habeck bahnt sich an, 24.10.2024 FAZ: Brantner im Interview: “Wir sind nicht die letzte Generation”, 5.10.2024 ZEIT: Felix Banaszak: “Wir haben keine Chance, also nutzen wir sie”, 5.1
Thu, October 17, 2024
Black Lives Matter, #MeToo und der rassistische Anschlag in Hanau: Debatten und Ereignisse wie diese haben die Journalistin Salwa Houmsi politisiert. Und sie glaubt, dass diese Ereignisse viele junge Menschen geprägt haben, auch weil sie dadurch schon früh mit feministischen und antirassistischen Standpunkten in Berührung gekommen sind. Viele Diskurse werden heute anders geführt, Diskriminierung wird präziser benannt. Gleichzeitig steigt in den letzten Jahren die Zustimmung zur AfD bei der jungen Generation und die Studie “Jugend in Deutschland 2024” attestiert der Gen Z insgesamt einen “bröckelnden Zukunftsoptimismus”. Wie geht es also der jungen Generation? Und sind junge Menschen heute feministischer als früher? Salwa Houmsi, 1996 geboren, spricht mit Anne Will in dieser Folge über Unterschiede zwischen den Generationen, über ihren Anspruch an ihre eigene journalistische Arbeit und darüber, warum sie findet, dass der Feminismus Menschen auch mal müde machen darf. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Freitag, 4. Oktober 2024, um 13 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: ZDF: Politbarometer, 8.3.2024 Ipsos: Kleine Fortschritte und neue Brüche: So steht es zum Weltfrauentag 2024 um die Gleichstellung der Geschlechter, 4.3.2024 ProQuote: Frauenmachtanteile in den Leitmedien: Leitmedien bleiben im Ungleichgewicht, 14.4.2024 Simon Schnetzer, Kilian Hampel, Klaus Hurrelmann: Trendstudie “Jugend in Deutschland 2024”, 23.04.2024 Tagesschau: Wahlerfolge der AfD: “Das verfängt bei jungen Männern.”, 26.9.2024 Empfehlungen: ZDF: 13 Fragen mit Salwa Houmsi und Jo Schück ZDF: aspekte extra: Billie Eilish im Interview, 15.6.2024 Impressum: Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Maximilian Frisch, Lukas Hambach, Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH
Thu, October 10, 2024
Ist reich gleich reich? Wie viel Geld haben die absolut reichsten Familien in Deutschland? Woher haben sie es? Wie gehen sie damit um? Und welchen Einfluss nehmen sie mit ihrem Geld? Hochrelevante Fragen, die nicht so einfach zu beantworten sind. Deshalb hat Besteller-Autorin Julia Friedrichs lange recherchiert. Sie ist in die Welt der Superreichen eingetaucht. Hat versucht, das Schweigen vieler vermögender Familien hierzulande zu brechen. Und wollte Antworten finden. Und sie hat sie gefunden. In ihrem Buch Crazy Rich - Das geheime Leben der Superreichen erzählt sie davon. Es geht um viel, viel Geld, große Yachten, sogenannte Family Offices, aber auch um Fragen der Gerechtigkeit. Wie wollen wir Reichtum in Deutschland verteilen? Was würde eine Vermögensteuer bewirken? Warum weiß der Staat so wenig über die wirklich Reichen in diesem Land? Ab wann ist man eigentlich reich oder crazy rich, superreich? Der Redaktionsschluss für diese Folge war Samstag, 28. September 2024, um 12:00 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Oxfam u.a., Superreiche (wieder) gerecht besteuern, April 2024 Julia Friedrichs, Crazy Rich. Die geheime Welt der Superreichen. Erschienen am 29.08.2024, Impressum: Executive Producerin: Marie Schiller Producer: Maximilian Frisch, Lukas Hambach, Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH
Sat, October 05, 2024
Nach den letzten Wahlerfolgen der in Teilen rechtsextreme AfD und wohl auch nach dem Eklat bei der konstituierenden Sitzung im Thüringer Landtag plant eine fraktionsübergreifende Gruppe von Bundestagsabgeordneten Medienberichten zufolge einen Antrag für ein AfD-Parteiverbotsverfahren. Der braucht im Bundestag die einfache Mehrheit, damit sich das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe mit der AfD beschäftigt. Ist das AfD-Verbot eine gute Idee? Das diskutiert Anne Will diese Woche in der Bonusfolge mit Ronen Steinke, Jurist und leitender Redakteur im Politikressort der Süddeutschen Zeitung. Er ist klar in seiner Haltung: „Wenn sich jemand dran macht, die Demokratie richtig mit unlauteren Mitteln, mit Gewalt platt machen zu wollen, würde ich sagen: Lass uns mal nicht dabei zugucken.“ Andererseits glaubt er nicht, dass der Antrag die nötige Mehrheit im Bundestag bekommen wird. Dem Vorhaben wird statt Applaus aus parlamentarischen Kreisen bisher vielmehr Skepsis entgegengebracht - wohl auch aus parteitaktischen Gründen, meint Steinke. Außerdem reden Anne Will und Ronen Steinke darüber, was ein knappes Jahr vor der Bundestagswahl passieren muss, um Institutionen wie das Bundesverfassungsgericht wehrhafter zu machen. Das Interview wurde am Mittwoch, 2. Oktober 2024, um 13:30 Uhr aufgezeichnet. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Süddeutsche Zeitung: Kommentar von Ronen Steinke - Die AfD wird sich als Opfer stilisieren. Aber ein Verbotsverfahren gegen sie ist nötig und richtig , 30.09.2024 Spiegel: Abgeordnete bringen bald AfD-Verbotsantrag im Bundestag ein , 29.09.2024 Augsburger Allgemeine: CSU lehnt Verbotsverfahren gegen die AfD ab , 01.10.2024 Sahra Wagenknecht auf X: „Der #AfD-Verbotsantrag ist wirklich der dümmste Antrag des Jahres” , 30.09.2024 Tagesspiegel: SPD-Politiker gegen Verbotsverfahren , 30.09.2024 n-tv: #beisenherz mit u.a. Kevin Kühnert (SPD) , 30.09.2024 Welt: <a href="https://www.welt.de/politik/deutschland/plus253784824/AfD-Verbot-So-begruenden-die-Abgeordneten-ihren-Ruf-nach-dem-Parteiverbot-Antrag-liegt-
Thu, October 03, 2024
Populistische Parteien haben zuletzt stark zugelegt: bei den Nationalratswahlen in Österreich, den Europawahlen und den Landtagswahlen im Osten. In Thüringen hat die AfD sogar die Wahl Anfang September gewonnen. Seit dieser Woche sondiert das BSW mit CDU und SPD in Thüringen und auch in Brandenburg sondiert das BSW mit der SPD. Es geht konkret um Regierungsbeteiligungen der jungen links-populistischen Partei. Was bedeutet es für die parlamentarische Demokratie, wenn sich der Trend fortsetzt und Populismus gewinnt? Warum haben sich so viele junge Wählerinnen und Wähler, anders als bei früheren Wahlen, (rechts-) populistischen Parteien zugewandt? Welche Rolle spielen dabei soziale Medien? Diesen Fragen geht Anne Will diese Woche mit der Publizistin, Demokratie-Liebhaberin und Psychologin Marina Weisband nach. Sie sagt: “Natürlich kann man Populismus nicht verbieten. Aber man kann dafür sorgen, dass er nicht an die Macht kommt. Das ist unsere Aufgabe.“ Seit einem Jahrzehnt engagiert sich die frühere Piraten-Politikerin hauptberuflich für das Projekt aula, das Schülerinnen und Schülern mit einer App Demokratie praktisch erlebbar und spürbar macht. Wie kann und sollte die Zukunft der Demokratie in Deutschland aussehen? Weisband kritisiert, dass seit vielen Jahren junge Menschen von Politik “nicht als Zielgruppe angesprochen [werden], weil sie in einer alternden europäischen Gesellschaft auch immer weniger ein ausschlaggebender Wahlfaktor werden.” In einem Jahr stehen die nächsten Bundestagswahlen an. Nach den Erfolgen der in Teilen rechtsextreme AfD plant wohl eine fraktionsübergreifende Gruppe von Bundestagsabgeordneten einen Antrag für ein Parteiverbotsverfahren in den Bundestag zur Abstimmung zu bringen. Dem Antrag wird statt Applaus aus parlamentarischen Kreisen bisher viel mehr Skepsis entgegengebracht. Könnte das Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht Erfolg haben? Oder platzt das Vorhaben schon, weil es keine Mehrheit im Bundestag findet? Würdet dadurch die AfD sogar erstarken? Was braucht es, um die parlamentarische Demokratie vor populistischen Wahlsiegern zu schützen? Das bespricht Anne Will diese Woche auch in der Bonusfolge mit Ronen Steinke, Jurist und Leitender Redakteur im Politikressort der Süddeutschen Zeitung. Einen ersten Ausschnitt könnt Ihr auch in der Folge mit Marina Weisband schon hören (TC 41:42 - 44:42). Das komplette Gespräch mit Ronen Steinke wird am 5. Oktober 2024 um 6 Uhr als Bonusfolge veröffentlicht. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 02. Oktober 2024, um 18:00 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: ZEIT: Wahlen in Österreich: Wer den Wahlsieg der Rechten ermöglicht hat , 29.09.2024 Trendstudie, u.a. von Klaus Hurrelmann <a href="https://simon-s
Sat, September 28, 2024
Thüringen, Sachsen und jetzt auch Brandenburg - die Landtagswahlen in Ostdeutschland sind vorbei und in allen drei Bundesländern hat die AfD Rekordergebnisse erzielt. Für Wolfgang Thierse ist das mehr als eine politische Enttäuschung – er empfindet es als „persönliche Niederlage“. Der ehemalige Bundestagspräsident und langjährige SPD-Politiker ist in Thüringen aufgewachsen und sah sich im Bundestag stets als “Sprachrohr der Ostdeutschen”. Dass seine “Landsleute” nun zu einem großen Teil entweder eine rechtsextremistische Partei wie die AfD, oder eine, laut Thierse, “linksautoritäre” Partei wie das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) wählen, kann er nicht verstehen. Woher kommt diese “unfassbare Wut” auf „die da oben“, dieser Hass auf demokratische Politiker und Institutionen? Darüber hat der SPD-Politiker schon nach den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen einen Artikel in der Zeitschrift “Publik-Forum” veröffentlicht. In dieser Folge spricht Anne Will mit ihm darüber. Im Gespräch erzählt Wolfgang Thierse, welche Ursachen er für den Erfolg populistischer Parteien sieht. Er erklärt, dass viele Menschen in Ostdeutschland aufgrund wiederholter tiefgreifender Veränderungen – etwa nach der Wende – erschöpft sind und deshalb populistischen Versprechungen Glauben schenken. Für Thierse markiert die Wahl der AfD und des BSW eine gefährliche Entwicklung, die nicht nur Protest, sondern auch eine mangelnde Verantwortung der Wählerinnen und Wähler widerspiegelt. Er warnt davor, dass die Wählerinnen und Wähler durch die Unterstützung von extremistischen Parteien letztlich ihre eigene Zukunft gefährden: “Deutschland lebt davon, dass wir ein weltoffenes Land sind. Unser Wohlstand hängt davon ab, dass wir ein weltoffenes Land sind und bleiben.” Das Interview wurde am Mittwoch, 25. September 2024, um 13 Uhr aufgezeichnet. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: DER FREITAG: Friedensdemo am 3. Oktober: Wolfgang Thierse geht mit Sahra Wagenknecht auf die Straße, 25.09.2024 FAZ: Die vielen Signale in Richtung Berlin, 22.9.2024 Publik-Forum, Wolfgang Thierse: Woher kommt diese unfassbare Wut?, 12.9.2024 https://www.publik-forum.de/politik-gesellschaft/woher-kommt-diese-unfassbare-wut SPIEGEL: Ricarda Lang und Omid Nouripour treten als Grünenchefs zurück, 25.09.2024 </a
Thu, September 26, 2024
Nach der Landtagswahl in Brandenburg kann die SPD aufatmen. Ihr ist eine Aufholjagd gelungen, die vor wenigen Wochen kaum jemand für möglich gehalten hätte. Mit 30,9 Prozent wurde sie stärkste Partei - allerdings nur knapp vor der AfD. Die Strategie von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke ist aufgegangen. Im Wahlkampf hatte er sich deutlich von Bundeskanzler Scholz distanziert und erklärt, er wolle zurücktreten, wenn er und seine SPD nicht stärkste Kraft im Land würden. Woidke sei damit volles Risiko gegangen und damit erfolgreich gewesen, sagt Georg Imsar von der Süddeutschen Zeitung im Gespräch mit Anne Will. Und dennoch: Gerade weil Woidke damit so erfolgreich war, stelle sich einmal mehr die Frage, ob Scholz der richtige Kandidat für die Bundestagswahl im nächsten Jahr sei. In der SPD rumore es, sagt Ismar. Immer wieder wird der deutlich beliebtere Verteidigungsminister Boris Pistorius ins Spiel gebracht. Für die beiden anderen Ampelparteien war die Landtagswahlen im Osten eine krachende Niederlage. Die FDP kommt in Brandenburg auf ein kaum noch messbares Ergebnis, die Grünen fliegen, wie schon wenige Wochen zuvor in Thüringen, aus dem Landtag. Daraufhin trat diese Woche die Parteispitze der Grünen zurück. Die FDP stellt einmal mehr die Ampel in Frage und spricht von einem “Herbst der Entscheidungen”. Es sei der FDP dieses Mal sehr ernst, sagt Georg Ismar. Die Monate Oktober und November würden entscheidend. Außerdem ist der langjährige SPD-Bundestagspräsident und SPD-Urgestein Wolfgang Thierse zu Gast bei Anne Will. Früher galt er als “Sprachrohr der Ostdeutschen” im Bundestag. Im Gespräch mit Anne Will erklärt Thierse, warum er die jüngsten Landtagswahlen im Osten, mit starkem Abschneiden von AfD und BSW, als “persönliche Niederlage” empfindet. Das komplette Gespräch mit Wolfgang Thierse wird am 28. September 2024 um 6 Uhr als Bonusfolge veröffentlicht. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 25. September 2024, um 18:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Tagesschau: Ergebnis und Analysen der Landtagswahl in Brandenburg, 22.09.2024 https://www.tagesschau.de/wahl/archiv/2024-09-22-LT-DE-BB/ SPIEGEL: Die Kanzlerpartei hat gewonnen, der Kanzler hat verloren, 23.9.2024 https://www.spiegel.de/politik/deutschland/brandenburg-wahl-spd-sieg-und-scholz-debatte-was-bedeutet-das-fuer-die-bu
Sat, September 21, 2024
Die Migrationsdebatte spitzt sich zu. Nach dem Attentat von Solingen gibt es seit dieser Woche wieder Grenzkontrollen an allen deutschen Landesgrenzen. Der frisch gekürte Kanzlerkandidat der Union, Friedrich Merz, will noch weiter gehen und fordert unter anderem weitreichende Zurückweisungen an den Grenzen. Dabei stoßen schon die aktuellen Maßnahmen auf Kritik, auch aus den eigenen Reihen. Saarbrückens CDU-Oberbürgermeister Uwe Conradt etwa nennt die Grenzkontrollen "symbolisch" und bezeichnet sie als schädlich für die Schengen-Idee. Im Gespräch mit Anne Will verteidigt der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Thorsten Frei, die von der Bundesregierung getroffenen Maßnahmen - und wiederholt die Forderung, noch viel weiter gehen zu müssen. Frei erklärt, welche Migrationspolitik die CDU will und warum der Migrationsgipfel mit der Ampel, bei dem er die Union als Chefunterhändler vertrat, scheiterte. Das Interview wurde am Mittwoch, 18. September 2024, um 11:15 Uhr aufgezeichnet. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Deutschlandfunk, Interview zu Grenzkontrollen mit Uwe Conradt (CDU), Oberbürgermeister von Saarbrücken Der Spiegel, Wie Friedrich Merz eine große Chance verstreichen ließ, 13.09.2024 Süddeutsche Zeitung, Der verpatzte Schulterschluss, 13.9.2024 Die Zeit, Die Migrationswende ist längst da, 16.09.2024 Rundmail von Friedrich Merz mit Forderungen zur Migrationspolitik: “Es reicht!”, 25.08.2024 Der Spiegel, FDP in der Migrationsfrage: Die Sehnsucht nach Schwarz, 15.09.2024 FAZ, Merz stößt an die Grenzen des Asylrechts, 28.08.2024 Der Spiegel, Expertin für Migrationspolitik: “Zurückweisungen sind Sisyphos-Arbeit
Thu, September 19, 2024
Die deutsche Migrationspolitik erlebt eine Zäsur: Seit dieser Woche gibt es wieder Kontrollen an allen deutschen Grenzen. Auslöser dafür war das Attentat von Solingen. Der frisch gekürte CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz sieht die Kontrollen als Erfolg seiner Partei, die eine härtere Migrationspolitik und mehr Zurückweisungen an deutschen Grenzen gefordert hatte. Und er will noch weiter gehen: Weitreichende Zurückweisungen an den Grenzen solle es geben. Mit Blick auf Afghanistan und Syrien sagte er: “Weitere Flüchtlinge aus diesen Ländern nehmen wir nicht auf.” Die Journalistin Iris Sayram hat die Debatte aus dem ARD-Hauptstadtstudio genau verfolgt und wundert sich im Gespräch mit Anne Will darüber, wie “hysterisch” sie geführt wird. Sie hat selbst einen Migrationshintergrund und ist in schwierigen Verhältnissen aufgewachsen. Über ihre bewegende Geschichte spricht sie mit Anne Will und auch darüber, was eine gute Migrationspolitik braucht - und wie sie eben nicht aussehen sollte. Außerdem ist der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Thorsten Frei, zu Gast. Er war Chefunterhändler für die Union beim Migrationsgipfel, den die Union ohne Ergebnis abgebrochen hatte. Die Maßnahmen der Ampel-Regierung hätten nicht ausgereicht, sagt Frei. Eine noch striktere Einwanderungspolitik sei notwendig, Lösungen müssten her, damit die politischen Ränder in Deutschland nicht noch stärker werden. Das komplette Gespräch mit Thorsten Frei wird am 21. September 2024 um 6 Uhr als Bonusfolge veröffentlicht. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 18. September 2024, um 19 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Der Spiegel, Wie Friedrich Merz eine große Chance verstreichen ließ, 13.09.2024 Süddeutsche Zeitung, Der verpatzte Schulterschluss, 13.9.2024 Die Zeit, Die Migrationswende ist längst da, 16.09.2024 Rundmail von Friedrich Merz mit Forderungen zur Migrationspolitik: “Es reicht!”, 25.08.2024 Der Spiegel, FDP in der Migrationsfrage: Die Sehnsucht nach Schwarz, 15.09.2024
Sat, September 14, 2024
Er ist aktuell Deutschlands beliebtester Politiker: Verteidigungsminister Boris Pistorius von der SPD. Sein Ziel ist es, Deutschland “kriegstüchtig” zu machen. Dafür hat die Bundesregierung unter anderem ein Sondervermögen von 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr geschaffen - doch das ist laut Prognosen im Jahr 2027 schon wieder aufgebraucht. Das ist aber nicht das einzige Problem von Boris Pistorius: Auch im Haushaltsstreit hat er den Kürzeren gezogen. 53,3 Milliarden Euro Verteidigungsausgaben sind für 2025 vorgesehen, gefordert hatte Pistorius 58 Milliarden. Zudem wurden die Ukraine-Hilfen im Haushalt für das nächste Jahr um fast die Hälfte gekürzt. Unsicher ist auch, wie sich die globale Sicherheitslage nach der US-Wahl entwickeln wird. Donald Trump behauptet, den Krieg Russlands gegen die Ukraine innerhalb von 24 Stunden beenden zu können – wie genau, bleibt unklar. In Deutschland verzeichnet währenddessen das BSW Wahlerfolge mit seiner Position gegen Waffenlieferungen an die Ukraine. Bei all diesen Herausforderungen: Wie viel Zeitenwende kann Deutschland schaffen und verkraften? Anne Will hat Boris Pistorius im Verteidigungsministerium getroffen und mit ihm über den aktuellen Stand der Zeitenwende und über den Zustand der SPD gesprochen. Im Gespräch unterstreicht Pistorius, dass die Prozesse bei der Bundeswehr tatsächlich zu langsam gehen. Das läge aber an Versäumnissen der letzten Jahrzehnte und ließe sich nicht so schnell aufholen, wie er es sich selbst wünschen würde. Der Verteidigungsminister erklärt auch, warum er das Wort “kriegstüchtig” jetzt seltener benutzt. Das Interview wurde am Dienstag, 10. September 2024, um 17 Uhr aufgezeichnet. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: ZEIT: Die Zeitenwende existiert nur auf dem Papier, 09.09.2024 Dezernat Zukunft: Was kostet eine sichere, lebenswerte und nachhaltige Zukunft?, 09.09.2024 IfW Kiel: Kriegstüchtig in Jahrzehnten: Europas und Deutschlands langsame Aufrüstung gegenüber Russland, September 2024 Regierungserklärung von Bundeskanzler Olaf Scholz am 27. Feburar 2022 Tagesschau: Pistorius fordert Mentalitätswechsel, 12.11.2023 <a href="https://www.zdf.de/nachrichten
Thu, September 12, 2024
Auf das erste TV-Duell zwischen Kamala Harris und Donald Trump haben viele Menschen hingefiebert, auch in Deutschland. Das Ergebnis der US-Wahl könnte großen Einfluss auf Deutschlands Zukunft haben, insbesondere auf die Sicherheit und Verteidigung des Landes. Am 27. Februar 2022, drei Tage nachdem Russland die Ukraine angegriffen hatte, rief Bundeskanzler Olaf Scholz die "Zeitenwende" aus. Deutschlands Sicherheits- und Verteidigungspolitik sollte sich drastisch ändern: ein Sondervermögen von 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr und jährliche Ausgaben von mindestens 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung. Deutschland wurde zum zweitgrößten Unterstützer der Ukraine, nach den USA. Doch was passiert nach der US-Wahl? Donald Trump hat - ohne Nennung von Details - erklärt, dass er den Krieg innerhalb von 24 Stunden beenden könnte. Kamala Harris meint: Hätten wir in den vergangenen Jahren einen Präsidenten Trump gehabt, säße Putin längst in Kiew. Anne Will und Melanie Amann, stellvertretende Chefredakteurin des SPIEGEL, sprechen in dieser Folge darüber, welchen Eindruck Harris und Trump im TV-Duell auf sie gemacht haben und wofür die beiden außen- und sicherheitspolitisch stehen. Außerdem geht es um den Stand der Zeitenwende in Deutschland und darum, wie Außen- und Sicherheitspolitik auch innenpolitisch wirkt. Und Melanie Amann erzählt, warum sie bei der nächsten Bundestagswahl nicht an einen Kamala-Harris-Moment glaubt. Für diese Folge hat Anne Will außerdem mit Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius von der SPD gesprochen. Er erklärt, warum die Rückstände bei der Bundeswehr nicht innerhalb kurzer Zeit aufgeholt werden können und warum er von außenpolitischen Themen im Landtagswahlkampf wenig hält. Das komplette Gespräch mit Boris Pistorius wird am 14. September 2024 um 6 Uhr veröffentlicht. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 11. September 2024, um 19.30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Tagesschau: Harris und Trump im Faktencheck: Falsche Aussagen über Haustiere und Inflation, 11.09.2024 Süddeutsche Zeitung: Von wegen Zeitenwende, 09.09.2024 Dezernat Zukunft: Was kostet eine sichere, lebenswerte und nachhaltige Zukunft?, 09.09.2024 IfW Kiel: Kriegstüchtig in Jahrzehnten: Europas und Deutschlands langsame Auf
Sat, September 07, 2024
Für Bodo Ramelow von der Linken endet seine Zeit als Ministerpräsident von Thüringen, denn am 1. September 2024 wurde dort ein neuer Landtag gewählt. Das Ergebnis: Die AfD ist stärkste Kraft, gefolgt von CDU und BSW. Die Linke stürzt 18 Prozentpunkte nach unten auf 13 Prozent. Eine Regierungsbildung steht an, aber keine der möglichen Koalitionen scheint politisch machbar – es sei denn, es gibt eine neue, kreative Idee oder, wie Bodo Ramelow sagt, die demokratischen Parteien finden zu einer pragmatischen Haltung im Umgang mit dieser Situation. Eine Minderheitsregierung, wie er sie zuletzt geführt hat, empfiehlt der Ministerpräsident jedenfalls nicht. Anne Will hat Bodo Ramelow drei Tage nach der Landtagswahl am Telefon. Im Gespräch geht es um die Herausforderung, eine stabile Regierung zu bilden, denn keine demokratische Partei will mit der AfD zusammenarbeiten, die als stärkste Kraft aus der Wahl hervorging. Gleichzeitig hält die CDU am Unvereinbarkeitsbeschluss gegen die Linke fest, was mögliche Koalitionen erschwert. Im Gespräch geht es auch um Ramelows eigene Rolle: Könnte er mit seiner Stimme einem CDU-Kandidaten ins Amt verhelfen? Welche Bedingungen würde er dafür stellen? Und was ist jetzt das Beste für Thüringen? Das Interview wurde am Mittwoch, 04. September 2024, um 13 Uhr aufgezeichnet. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Tagesschau: Thüringen: Das Wahlergebnis im Überblick, 02.09.2024 Tagesschau: Welche Koalition hätte in Thüringen eine Mehrheit?, 01.09.2024 Süddeutsche: Widerstand in der CDU gegen Koalition mit BSW wächst, 04.09.2024 ZDF: Was, wenn CDU und BSW doch nicht koalieren?, 04.09.2024 FAZ: CDU beginnt Gespräche mit SPD und BSW, 04.09.2024 Deutschlandfunk: Czaja (CDU) fordert Aufhebung des Unvereinbarkeitsbeschlusses zur Linkspartei, 02.09.2024 SPIEGEL: Bodo Ramelow (Linke): “Völlig gaga. Die AfD hat sich jedes Mal gefreut.”, 03.09.2024 <a href="https://www.su
Thu, September 05, 2024
Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik hat eine rechtsextreme Partei bei einer Landtagswahl gewonnen: Am 1. September bekam die AfD in Thüringen mit 32,8 Prozent mit Abstand die meisten Stimmen. In Sachsen lag die CDU nur knapp vor der AfD. Diese Ergebnisse stellen die demokratischen Parteien vor Herausforderungen bei der Regierungsbildung, denn mit der AfD will keine von ihnen koalieren. Um Mehrheitsregierungen zu bilden, müssten jetzt massive politische Differenzen überwunden werden. Komplizierter wird das Ganze durch den Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU mit der Linken und die Koalitionsbedingungen, die das BSW stellt. Die AfD wird währenddessen auch ohne Regierungsbeteiligung an Einfluss gewinnen. Wir fragen darum in dieser Folge: Wie geht es weiter nach den Wahlen in Sachsen und Thüringen? Wie kann überhaupt noch regiert werden? Darüber spricht Anne Will mit Anne Hähnig, der Redaktionsleiterin von ZEIT ONLINE. Für sie sind die Wahlergebnisse ein massiver Einschnitt, der auch zeigt, wie viel rechter der Zeitgeist geworden ist. Außerdem ist Bodo Ramelow, der scheidende Ministerpräsident Thüringens, zu Gast. Er ist sich sicher: Thüringen bleibt regierbar. Die demokratischen Parteien müssen pragmatische Lösungen miteinander finden, meint Ramelow und erklärt, wie er deshalb aus der Opposition heraus seine Stimme einsetzen will, wenn die Regierung in Thüringen zukünftig keine Mehrheit hat. Das komplette Gespräch mit Bodo Ramelow wird am 07. September 2024 um 6 Uhr als Bonusfolge veröffentlicht. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 04. September 2024, um 17:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Tagesschau: Sachsen: Das Wahlergebnis im Überblick, 02.09.2024 Tagesschau: Thüringen: Das Wahlergebnis im Überblick, 02.09.2024 ZEIT Online: Diese Wahlen werden die Republik verändern - Ein Kommentar von Anne Hähnig, 01.09.2024 Tagesschau: Welche Koalition hätte in Thüringen eine Mehrheit?, 01.09.2024 Süddeutsche: Widerstand in der CDU gegen Koalition mit BSW wächst, 04.09.2024 ZDF: Was, wenn CDU und BSW doch nicht koalieren?, 04.09.2024 <a href="https://www.deutschlandfunk.de/czaja-cdu-fordert-aufhebung
Thu, August 29, 2024
Die Terrorgefahr in Europa steigt. Es gibt Terrordrohungen bei der EM und Olympia, drei Taylor Swift-Konzerte in Wien werden abgesagt. Am Freitag, dem 23.08.2024, tötet ein Mann auf einem Stadtfest in Solingen drei Menschen, mutmaßlich aus islamistischen Motiven. Das Entsetzen ist groß und die Fragen drängend: Wie lassen sich solche Taten verhindern? In der Politik wird diskutiert: Brauchen wir strengere Waffengesetze? Müssen Menschen, deren Asylanträge abgelehnt werden, schneller abgeschoben werden, auch wenn das bedeutet, dass sie in Herkunftsländer wie Syrien und Afghanistan zurück müssen? Und in dieser Folge wollen wir verstehen: Wie werden Menschen zu Terroristen? Darüber spricht Anne Will mit Peter R. Neumann. Er ist Professor für Sicherheitsstudien und forscht seit Jahren zu den Themenfeldern Radikalisierung und Terrorismusbekämpfung am King's College in London. Am 17.September erscheint sein neues Buch “Die Rückkehr des Terrors - Wie uns der Dschihadismus herausfordert”. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 28. August 2024, um 17:30 Uhr. Quellen und Empfehlungen: Bayerischer Rundfunk, Anschlag in Solingen: Was wir bisher wissen – und was nicht , 26.08.2024 DER SPIEGEL: Der Weg des mutmaßlichen Attentäters nach Solingen , 27.08.2024 NZZ: Terrorismus in Europa: «Es gibt genügend Hinweise, dass sich etwas Grösseres ankündigt» , 23.08.2024 Redaktionsnetzwerk Deutschland: Islamischer Staat: Wieso von der Terrormiliz wieder eine größere Gefahr für Europa ausgeht , 26.08.2024 Peter R. Neumann: Die Rückkehr des Terrors: Wie uns der Dschihadismus herausfordert, 2024 Tagesschau: Es ist definitiv ein Video, das den Attentäter zeigt , 27.08.2024 Tagesschau: Islamistischer Terror in Deutschland, 26.08.2024 ZEIT: Ich bin der, den ihr sucht , 28.08.2024 WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill
Sat, August 24, 2024
“Strategisch wählen - aber klug!” ist der Slogan einer Kampagne der Grünen im Vorfeld der Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg. Aber was genau soll das heißen? Darüber spricht Anne Will mit Paula Piechotta von den Grünen. Sie ist Bundestagsabgeordnete aus Leipzig und erklärt, warum vor den Landtagswahlen gerade von allen Seiten zum strategischen Wählen aufgerufen wird. Paula Piechotta meint: Für Wählerinnen und Wähler, die eine starke AfD verhindern wollen, treten politische Inhalte mehr und mehr in den Hintergrund. Gleichzeitig sei intransparent, welche Strategie beim Wählen wirklich Erfolg verspricht. Bei den anstehenden Wahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen könnten die Grünen die 5-Prozent-Hürde verfehlen. In Thüringen würde das bedeuten, dass sie aus dem Landesparlament ganz ausscheiden. Dass die Umfragewerte der Grünen in den Bundesländern so schlecht sind, hat auch mit der Wahrnehmung der Bundespolitik zu tun. Paula Piechotta sitzt in dieser Legislaturperiode zum ersten Mal im Bundestag und beschreibt ihre Sicht auf die Ampelkoalition. Außerdem geht es im Gespräch um den politischen Kommunikationsstil der Grünen und die Frage, ob es eine gute Idee ist, die Ampel als “Übergangsregierung” zu bezeichnen, wie es Grünen-Chef Omid Nouripour kürzlich getan hat. Das Interview wurde am Mittwoch, 21. August 2024, um 11 Uhr aufgezeichnet. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Der Spiegel: Wie bleibt Ostdeutschland regierbar?, 16.08.2024 Tagesschau: BSW nach Europawahl: Aus dem Stand auf 6,2 Prozent, 10.06.2024 ZDF: ZDF-Sommerinterview mit Friedrich Merz, 23.06.2024 Zeit: Alle strömen zu Haseloff, 07.06.2021 Der Spiegel: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer: “Sahra Wagenknecht hat ein Talent, Dinge zu zerstören”, 16.08.2024 MDR: Wahlkreis Leipzig II: Sören Pellmann - Lebensversicherung für die Linken im Bundestag, 27.09.2021 Table Media: Die
Thu, August 22, 2024
In Sachsen und Thüringen wird am 1. September gewählt, in Brandenburg am 22. September. Ein Teil der Wählerinnen und Wähler stellt sich anhand der aktuellen Umfragewerte die Frage: Wie muss ich wählen, um eine Regierungsbeteiligung der AfD zu verhindern? Welche Szenarien sind nach der Wahl möglich und wo wirkt meine Stimme am Besten? Friedrich Merz, Vorsitzender der CDU, hat bereits im Juni dazu aufgerufen, bei den kommenden Landtagswahlen strategisch die CDU zu wählen, damit die AfD nicht stärkste Kraft wird. Die Grünen kontern mit der Kampagne “Strategisch wählen - aber klug!” und empfehlen stattdessen, den Platz der Grünen in den Landesparlamenten zu sichern. Die Argumentation: Je weniger Parteien es in die Landtage schaffen, umso größer wird der Einfluss der AfD. Wie strategisches Wählen funktioniert und welche Schwierigkeiten sich dabei für die anstehenden Landtagswahlen ergeben, darüber spricht Anne Will in dieser Folge mit Ursula Münch, Politikwissenschaftlerin und Direktorin der Akademie für Politische Bildung in Tutzing. Münch erklärt: Beim strategischen Wählen geht es vor allem darum, etwas zu verhindern - das kann aber auch schiefgehen. Außerdem beschreibt die Bundestagsabgeordnete Paula Piechotta aus Leipzig, warum in Sachsen gerade von allen Seiten zum strategischen Wählen aufgerufen wird und wie kompliziert strategisches Wählen hier mittlerweile ist. Das komplette Gespräch mit Paula Piechotta wird am 24. August 2024 um 6 Uhr als Bonusfolge veröffentlicht. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 21. August 2024, um 17:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Der Spiegel: Wie bleibt Ostdeutschland regierbar?, 16.08.2024 Tagesschau: BSW nach Europawahl: Aus dem Stand auf 6,2 Prozent, 10.06.2024 ZDF: ZDF-Sommerinterview mit Friedrich Merz, 23.06.2024 Zeit: Alle strömen zu Haseloff, 07.06.2021 ZDF: Wagenknecht: Grüne “schaden mehr als AfD”, 05.07.2024 ZDF: Sahra Wagenknecht vor Wahlen: “Hysterie aus Umgang mit der AfD rausnehmen”, 19.08.2024 <a href="https://www.spiegel.de/politik/robert-habeck-wuerde-als-kanzler-christia
Sat, August 17, 2024
"Es ist nicht übertrieben zu sagen, der Fortbestand der amerikanischen Demokratie, wie wir sie kennen, steht in dieser Wahl auf dem Spiel", sagt die Journalistin und Buchautorin Annika Brockschmidt im Gespräch mit Anne Will. Die Präsidentschaftswahl des mächtigsten Landes der Welt geht in die heiße Phase. Die Entwicklungen in den letzten Wochen überschlagen sich: Statt Joe Biden ist nun Kamala Harris für die Demokraten nominiert. Würde sie gewinnen, wäre sie die erste Präsidentin der USA – der ältesten Demokratie der Welt. Die Umfragewerte stehen zu ihren Gunsten, doch wie gut sind ihre Chancen tatsächlich? In ihren Sachbüchern und Recherchen befasst sich Brockschmidt mit den USA und fokussiert sich dabei auf Strategien und Denkmuster der erzkonservativen und religiösen Rechten. Sie glaubt, das Demokraten-Duo Harris und Walz treffe den Nerv der Zeit – sowohl thematisch als auch mit ihrer Social-Media-Kampagne. “Aber auch diese realistische Brille muss man sich aufsetzen. Selbst wenn Harris gewinnen sollte, bedeutet das noch nicht, dass alles in Ordnung ist. Weil Donald Trump und ja auch sein Vizepräsident J.D. Vance mehr als deutlich machen, dass sie eine Niederlage nicht akzeptieren werden”, so Brockschmidt. Das Republikaner-Duo hat gewaltbereite Unterstützer, die schon für den Sturm aufs Kapitol 2021 verantwortlich waren. Wer sind diese Unterstützer? Wie gefährlich sind sie? Welchen Widerständen steht Harris gegenüber? Und wen muss Harris letztlich überzeugen für den Posten der mächtigsten Frau der Welt? Antworten darauf gibt es in der Folge. Das Interview wurde am Mittwoch, 14. August 2024, um 11 Uhr aufgezeichnet.
Thu, August 15, 2024
Das Rennen um das US-Präsidentenamt ist wieder offen. Seit die Demokraten Vizepräsidentin Kamala Harris nominiert haben, hat sie in Umfragen zuletzt deutlich dazugewonnen und liegt gleichauf oder knapp über den Werten des republikanischen Kandidaten und früheren US-Präsidenten Trump. Doch kaum stand Harris als Präsidentschaftskandidatin fest, spielte ihr Geschlecht eine Rolle. Nicht zuletzt auch wegen ihrer klaren Position zum Thema Selbstbestimmung und dem Recht auf Schwangerschaftsabbruch. Auch, dass Sie selber keine Kinder geboren hat und ihr Lachen nutzen ihre politischen Gegner als Zielscheibe und wollen sie so abwerten. Purer Sexismus. Sind die USA bereit für eine Präsidentin? Und wenn ja, welche Hürden sind dafür noch im Wahlkampf zu nehmen? Muss Harris als Frau eine andere Strategie wählen oder sich mehr Herausforderungen stellen? Darüber spricht Anne Will mit der Autorin, Kulturwissenschaftlerin und Spiegel-Kolumnistin Tara-Louise Wittwer. Sie entlarvt frauenfeindliche Videos mit ihrem Format “TikToxic” und schreibt über die offene und unbewusste Abwertung der Weiblichkeit und will Wege aufzeigen, wie die Gesellschaft fairer werden könnte. Über den Zustand der Demokratie und die Dynamik der bald anstehenden Wahlen in den USA spricht Anne Will mit der Historikerin und Autorin Annika Brockschmidt. Das Gespräch mit Annika Brockschmidt wird am 17. August 2024 um 6 Uhr als Bonusfolge veröffentlicht. Der Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 14. August 2024, um 17:30 Uhr. WICHTIGE QUELLEN: Statistisches Bundesamt: Frauen in den Parlamenten , 01.02.2024 Women in the U.S. Congress 2024 https://cawp.rutgers.edu/facts/levels-office/congress/women-us-congress-2024 Spiegel: Kolumne von Tara-Louise Wittwer: Mutter oder Nicht-Mutter, das ist die Frage Newsweek: Kamala Harris Leading in Five Battleground States: Survey (14.08.2024) New York Magazine: The Authoritarian Plot - At the National Conservatism conference, Republicans mix with racists ranting about “post-white America, 14.07.2024 Spiegel: Das Thema, das Kamala Harris ins Weiße Haus führen könnte, 03.08.2024 <a hre
Thu, August 08, 2024
Er ist der Autor, der zu jedem aktuellen politischen Ereignis sofort eine Pointe parat hat: Micky Beisenherz? Aber wie verbringt jemand, der so viele Projekte umsetzt und stets aktuell arbeitet, den Sommer? Kann Micky Beisenherz auch runterfahren? Darum geht es in der Sommerfolge – einem Gespräch zwischen Anne Will und Micky Beisenherz über Zweckbündnisse in der Politik, Pointen auf Papier und die Kunst der Zeitplanung. Diese Folge ist ein Sommergruß für alle, die nicht ganz auf Politik mit Anne Will verzichten wollen. Ab dem 15. August geht es mit den regulären Folgen weiter. Die Folge wurde am 5. Juli 2024 aufgezeichnet.
Thu, July 25, 2024
Wie lange braucht der Meister der Nachrichtensatire, um im Urlaub abzuschalten? Und hat er dann einen schlimmen Pointenstau im Kopf? Darüber spricht Oliver Welke mit Anne Will in dieser Sommerfolge. Außerdem verrät Oliver Welke, welche Politiker das größte Witzepotenzial haben und wer aus satirischer Sicht die bessere Kanzlerfigur abgibt: Merkel oder Scholz. Aber Politik ist nicht immer lustig. Auch nicht für die ZDF heute-show. Deshalb geht es in dieser Folge auch darum, bei welchen Ereignissen die Sendung ausfällt und wann selbst einer der lustigsten Redaktionen Deutschlands kein Witz einfallen mag. Diese Folge ist ein Sommergruß für alle, die nicht ganz auf Politik mit Anne Will verzichten wollen. Ab dem 15. August geht es mit den regulären Folgen weiter. Die Folge wurde am 4. Juli 2024 aufgezeichnet. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill
Sat, July 13, 2024
In Frankreich konnte ein Wahlsieg der rechtsnationalen Partei Rassemblement National abgewendet werden: Das linke Bündnis Nouveau Front Populaire gewann am 7. Juli die meisten Sitze im Parlament, gefolgt vom Bündnis um Präsident Macron. Jetzt muss Frankreich eine Regierung bilden - und das ist gar nicht so einfach. Denn das linke Bündnis besteht aus ganz unterschiedlichen Parteien - von Sozialdemokratinnen bis Putin-Verstehern. Wie sollen sie zusammen regieren? Wie viel Kompromiss verträgt eine Demokratie? Über Kompromissfähigkeit und Haltung spricht Anne Will in dieser Folge mit Michael Roth (SPD), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag. Roth hat für nächstes Jahr seinen Rücktritt aus der Politik angekündigt und hadert mit der Stimmung in der Politik. Für ihn ist das Ergebnis der französischen Parlamentswahl ein Erfolg mit einem sehr hohen Preis. Denn hier sieht man, laut Michael Roth, wie immer absurdere Bündnisse geschmiedet werden, um Rechtsextreme und Rechtspopulisten von der Macht fernzuhalten. Dadurch würden auch politische Kompromisse immer schwammiger und diffuser - gerade in einer Zeit, in der sich viele Wählerinnen und Wähler Klarheit und einfache Antworten wünschten. Das spüren wir auch in Deutschland, wo die Ampelkoalition ständig auf der Suche nach funktionierenden Kompromissen ist. Warum Michael Roth trotzdem für den Kompromiss ist, was die Bundesregierung an der Stelle besser machen könnte und warum sich Roth im kommenden Jahr aus der Politik zurückziehen will, das erfahrt ihr in dieser Folge. Das Interview wurde am Mittwoch, dem 10. Juli 2024, um 10 Uhr aufgezeichnet. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: SPIEGEL: Deutsche Ausschussvorsitzende auf dem Weg in die Ukraine, 12.04.2022 Stern: SPD-Politiker Michael Roth macht Schluss: "Ich spüre eine innere Distanz zum Betrieb", 27.03.2024 Zeit: Wie Frankreich gewählt hat, 09.07.2024 FAZ: Der Sieger geht leer aus, 08.07.2024 ntv: Frankreichs Wahlsieger ist aggressiv antideutsch und antisemitisch, 09.07.2024 <a href="https://www.suedde
Thu, July 11, 2024
Am vergangenen Sonntag hat in Frankreich das linke Bündnis Nouveau Front Populaire die Wahl zur Nationalversammlung gewonnen. Nachdem bei der Europawahl der rechtsnationale Rassemblement National mit 32 Prozent der Stimmen die Mehrheit geholt hatte, hatte Präsident Emmanuel Macron die Nationalversammlung aufgelöst. Daraufhin haben sich vier Parteien aus dem linken Spektrum in der Nouveau Front Populaire verbündet, um bei der Wahl zusammen gegen die Rechten anzutreten - und waren erfolgreich. Die nächste Frage ist aber: Wie soll man nun gemeinsam regieren? Noch dazu im Kompromiss mit dem Bündnis um Präsident Macron? Wir sprechen deshalb in dieser Folge über politische Kompromisse: Warum braucht es sie und wie könnten sie besser funktionieren? Der Kompromiss ist ein elementarer Bestandteil der Demokratie - aber wenn sich immer größere, inhaltlich unterschiedliche Bündnisse zusammenschließen müssen, um gegen die extrem Rechten zu gewinnen, dann stellt sich die Frage: Wie gut kann in solchen Bündnissen überhaupt noch Politik gemacht werden? Darüber spricht Anne Will mit der Politikwissenschaftlerin Julia Reuschenbach vom Otto-Suhr-Institut an der Freien Universität Berlin. Sie sagt: Einen Kompromiss zu schließen bedeutet eben gerade nicht, seine eigene Position aufzugeben. Wie Kompromisse zustande kommen, müsste aber von der Politik an die Gesellschaft viel besser vermittelt werden. Außerdem hat Anne Will für diese Folge mit Michael Roth (SPD), dem Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, gesprochen, der die Begeisterung über den Wahlsieg des linken Bündnisses in Frankreich nicht ganz teilen kann und die Politik zwischen klaren Positionen und Kompromissen in einem “Teufelskreis” sieht. Das komplette Interview mit Michael Roth wird am 13. Juli 2024 um 6 Uhr als Bonusfolge veröffentlicht. Der Redaktionsschluss für diese Folge war am Mittwoch, 10. Juli 2024, um 17 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Die Zeit: Wie Frankreich gewählt hat, 09.07.2024 SRF: Parlamentswahlen in Frankreich: die Resultate im Überblick, 08.07.2024 Deutschlandfunk: Wie könnte es jetzt in Frankreich weitergehen?, 08.07.2024 FAZ: Der Sieger geht leer aus, 08.07.2024 <a href="https://www.n-tv.de/politik/politik_person_der_woche/Jean-Luc-Melenchon-Frankreichs-linker-Wahlsieger-ist-aggressiv-antideutsch-und-anti
Sat, July 06, 2024
In Frankreich und den USA steht gerade die Demokratie auf dem Spiel. Denn Emmanuel Macron hatte nach der Niederlage bei der Europawahl überstürzt Neuwahlen ausgerufen, bei denen die Rechtspopulisten des Rassemblement National triumphieren konnten. Und US-Präsident Joe Biden hält an seiner erneuten Kandidatur fest, obwohl spätestens nach dem TV-Duell gegen Donald Trump klar ist, dass er kaum in der Lage sein wird, das Land eine weitere Amtszeit lang zu führen. Über diese schwierige politische Lage - und was die für Deutschland und Europa bedeutet - spricht Anne Will in dieser Folge mit dem Außenpolitik-Experten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Norbert Röttgen. Er glaubt, wenn Biden an seiner Kandidatur festhält, sei das der “direkte Weg in die sichere Wahlniederlage". Das alles sei umso verheerender, so Röttgen, da der Supreme Court mit seinem jüngsten Urteil Donald Trump “alle rechtlichen Fesseln abgenommen” habe. In Frankreich sehe es nicht besser aus. Sollten die Rechtspopulisten von Marine Le Pen erst die Regierung stellen, würde das Präsident Macron deutlich schwächen. Und Macrons Plan, dass sich die Rechten in der Regierungsverantwortung selbst entzaubern würden, findet Röttgen unverantwortlich: “Das Risiko, das er eingegangen ist für diesen Zweck, ist einfach unvertretbar hoch.” Anne Will und Norbert Röttgen fragen sich in dieser Folge, wie es dazu kommen konnte, dass die Rechtspopulisten in vielen Ländern des Westens so erfolgreich sind - und wie die politische Mitte mit ihnen umgehen muss. Norbert Röttgen ist sich sicher: “Wir müssen uns anpassen, wir müssen lernen, ansonsten wird es sehr, sehr bitter werden. Wir haben im Grunde eine neue Zeit, aber die Verhaltensmuster sind die aus der alten Zeit. Und die alte Zeit ist in der neuen Zeit nicht überlebensfähig.” Das Interview wurde am Mittwoch, dem 3. Juli 2024, um 12:30 Uhr aufgezeichnet. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Spiegel: Warum liefert Emmanuel Macron das Land den Rechtsradikalen aus?, 30.06.2024 https://www.spiegel.de/ausland/frankreich-warum-liefert-emmanuel-macron-das-land-den-rechtsradikalen-aus-a-a71e4e0d-e0d8-471a-930a-85695bf89867 Süddeutsche Zeitung: Politik und Krise im Jahre 2024 – Wenn alles auf dem Spiel steht, 01.07.2024 https://www.sueddeutsche.de/kultur/westen-politik-krisen-2024-demokratie-donald-trump-joe-biden-lux.SthqgVLAjZb3xVmXtCf6SA CBS: Increasing numbers of voters don't think Biden should be running after debate with Trump, 29.06.2024 <a href="https://www.cbsnews.com/news/poll-debate-should-biden-be-running-men
Thu, July 04, 2024
Riskieren der US-amerikanische Präsident Biden und der französische Präsident Macron gerade die Zukunft der westlichen Demokratien? Vertun sie mit ihren Entscheidungen, sich wieder zur Wahl zu stellen bzw. Neuwahlen auszurufen, eine der letzten Chancen im Kampf gegen den Rechtspopulismus? Diesen Fragen geht Anne Will diese Woche mit dem außenpolitischen Korrespondent im Hauptstadtbüro der Wochenzeitung DIE ZEIT, Jörg Lau, nach. Er meint, es geht gerade um Grundsätzliches: “Es fehlt den Menschen in der politischen Mitte offenbar oft die Fantasie, sich vorzustellen, wozu die andere Seite in der Lage ist und wie Dinge auch schiefgehen können.” Die Lage ist aber nicht aussichtslos. Anne Will und Jörg Lau reden in dieser Folge beispielsweise über den Regierungswechsel in Polen im Herbst 2023 durch ein breites, demokratisches Bündnis, angeführt von Donald Tusk. Lau appelliert dabei, sich mehr auf gemeinsame Ziele statt politische Grabenkämpfe zu konzentrieren: “Wir sind gar nicht so viele in dieser Mitte, die überall kollabiert und verwaist.” Man braucht wirklich fast jede Kraft, um etwas zu bauen, was diese Mitte noch mal zusammenhält.” Das komplette Interview mit Norbert Röttgen wird am 6. Juli 2024 um 6 Uhr als Bonusfolge veröffentlicht. Der Redaktionsschluss für diese Folge war am Mittwoch, 3. Juli 2024, um 17.30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Spiegel: Warum liefert Emmanuel Macron das Land den Rechtsradikalen aus?, 30.06.2024 https://www.spiegel.de/ausland/frankreich-warum-liefert-emmanuel-macron-das-land-den-rechtsradikalen-aus-a-a71e4e0d-e0d8-471a-930a-85695bf89867 ZDF: Wahl des Europäischen Parlaments – Ergebnisse in den Staaten, 17.06.2024 https://wahltool.zdf.de/wahlkreise/e2024-06-09-EP-DE-Staaten.html Die Zeit: Europawahl: Die Mitte liegt jetzt ostwärts, 07.06.2024 https://www.zeit.de/politik/ausland/2024-06/sicherheitspolitik-europa-verteidigung-krieg-europawahl Süddeutsche Zeitung: Politik und Krise im Jahre 2024 – Wenn alles auf dem Spiel steht, 01.07.2024 https://www.sueddeutsche.de/kultur/westen-politik-krisen-2024-demokratie-donald-trump-joe-biden-lux.SthqgVLAjZb3xVmXtCf6SA Hans-Böckler-Stiftung: Aufstieg des Rechtspopulismus: Erklärungsansätze und Analysen, 10.06.2024 <a href="https://www.boeckler.de/de/auf-einen-blick-17945-auf-einen-blick-rechtspopulismus-in-deutschland-3
Sat, June 29, 2024
Bleibt der Osten immer anders? Das ist die zentrale Frage, die Anne Will in dieser Woche mit Petra Köpping von der SPD bespricht. Köpping tritt in Sachsen als Spitzenkandidatin zur Landtagswahl im September 2024 an und ist die einzige Ministerin für gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland. Während Soziologe Steffen Mau davon ausgeht, dass der Osten politisch, ökonomisch und auch hinsichtlich der Mentalität und Identität anders bleiben wird als der Westen, glaubt Petra Köpping, dass der Osten sich angleichen wird. Es gebe nach wie vor erhebliche Unterschiede, zum Beispiel Lohnunterschiede, die angeglichen werden müssten. Köpping glaubt, dass der Osten noch drei Generationen brauche, um die Angleichung an westdeutsche Verhältnisse zu schaffen. Petra Köpping kritisiert, die Lage in Sachsen und im Osten werde von anderen politischen Parteien schlecht geredet. Neue Ansiedlungen im Osten aus der Chipindustrie zeigen ihrer Ansicht nach, dass die wirtschaftliche Perspektive sehr positiv sei. Das müsse Politik stärker betonen. Köpping ist bekannt dafür, dass sie die Nähe zu den Menschen in Sachsen sucht und auch am Rand der rassistischen Pegida-Demos immer wieder mit Demonstranten gesprochen hat. Sie fordert seit Jahren, die Verletzungen der Ostdeutschen, die im Zuge der Wiedervereinigung entstanden sind, anzuerkennen. Köpping erklärt, die Menschen im Osten seien nach den Umbrüchen in den 90ern und den Krisen der vergangenen Jahre mit ihrer Geduld am Ende. Die Bundespolitik habe ihrer Einschätzung nach aber mittlerweile verstanden, dass sie sich mehr um den Osten kümmern müsse. Warum die SPD in Sachsen dennoch nur bei 7% in aktuellen Umfragen steht, auch darüber spricht sie im Interview mit Anne Will. Köpping sieht historische Ursachen für die Schwäche der politischen Parteien im Osten und erklärt das zum Beispiel anhand ihrer eigenen Geschichte und ehemaligen Mitgliedschaft in der SED. Den Wunsch nach Frieden in der Ukraine sieht die Sozialministerin im Osten ebenso wie im Westen. In Bezug auf die Ukraine-Politik warnt Köpping allerdings vor “populistischen Plattitüden" und kritisiert Aussagen von Politikern aus CDU und CSU über ukrainische Geflüchtete und das Bürgergeld. Sie fordert, die demokratischen Parteien müssten stärker zusammenarbeiten, um rechtsextremen Parteien wie der AfD - die in Sachsen als gesichert rechtsextremistisch vom Verfassungsschutz beobachtet wird - nicht das Feld zu überlassen. Das schade am Ende den Menschen im Osten. Das Interview wurde am Mittwoch, dem 26.06.2024, um 13:30 Uhr aufgezeichnet. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: MDR: Wahlumfrage in Sachsen: AfD und CDU Kopf an Kopf und BSW im Kommen, 20.06.2024 https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/landtagswahl-cdu-afd-
Thu, June 27, 2024
Entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze zeigt sich eine Teilung der Bundesrepublik: Der Osten nahezu komplett in AfD-Blau, der Westen fast vollständig in CDU/CSU-Schwarz, so sieht die politische Landkarte Deutschlands nach den Europawahlen aus. Angesichts dieser Unterschiedlichkeit diskutiert Anne Will in dieser Folge mit dem Soziologen Prof. Steffen Mau über die Frage: Bleibt der Osten immer anders? Steffen Mau, der selbst Ostdeutscher ist, beantwortet diese Frage mit Ja. Er verweist auf die Geschichte der ostdeutschen Bundesländer und darauf, dass der Angleichungs- und Aufholprozess inzwischen stagniere. Gemeinsam denken Anne Will und Steffen Mau über die Ursachen dafür nach, dass sich im Osten fast 35 Jahre nach der Wiedervereinigung ein anderes Parteiensystem abzeichnet. Sie sprechen über die Stärke von extrem rechten Parteien wie der AfD und über die Frage, warum das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) im Osten deutlich besser abschneidet als in westdeutschen Bundesländern. Sie diskutieren über Veränderungserschöpfung und Krisenmüdigkeit und darüber, warum die im Westen etablierten politischen Parteien im Osten weniger verwurzelt sind. Steffen Mau stellt fest, dass Sorge um die Demokratie in Ostdeutschland berechtigt ist. Es drohe etwas zu kippen. Auf der Suche nach Lösungen plädiert Soziologe für mehr und neue Formen der Beteiligung, zum Beispiel für Bürgerräte. Über die Stimmung im Osten spricht Anne Will für diese Folge außerdem mit Petra Köpping (TC 29:08-38:24). Sie ist die Spitzenkandidatin der SPD zur sächsischen Landtagswahl und die sächsische Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Köpping glaubt, dass der Osten noch drei Generationen brauche, um die Angleichung an westdeutsche Verhältnisse zu schaffen. Sie kritisiert, die Lage in Sachsen und im Osten werde von anderen politischen Parteien schlecht geredet. Neue Ansiedlungen z.B. aus der Chipindustrie zeigen ihrer Ansicht nach, dass die wirtschaftliche Perspektive im Osten sehr positiv sei. Köpping erklärt, die Menschen im Osten seien nach den Umbrüchen in den 90er Jahren und den Krisen der vergangenen Jahre mit ihrer Geduld am Ende. Die Bundespolitik habe ihrer Einschätzung nach aber mittlerweile verstanden, dass sie sich mehr um den Osten kümmern müsse. Warum die SPD in Sachsen dennoch nur bei 7% in aktuellen Umfragen steht, auch darüber spricht sie im Interview mit Anne Will. Ein Thema, das zu den stark unterschiedlichen Wahlergebnissen in Ost und West beigetragen hat: Die Ukraine-Politik. Immer mehr Menschen im Osten fordern, die militärische Unterstützung für die Ukraine zu reduzieren. Deshalb diskutiert Anne Will im zweiten Interviewausschnitt mit Petra Köpping darüber, ob die SPD ihre Haltung zu Waffenlieferungen und zum Umgang mit Flüchtlingen aus der Ukraine ändern sollte. (TC 01:07:38-01:15:02) Das vollständige Interview mit Petra Köpping erscheint am 29. Juni 2024 um 6 Uhr als Bonusfolge. Der
Sat, June 22, 2024
Nach der Europawahl steht die Ampel-Regierung mächtig unter Druck. Besonders in der SPD rumort es. Die Kanzlerpartei holte mit 13,9 Prozent der Stimmen ihr schlechtestes Ergebnis bei einer bundesweiten Wahl. 2,5 Millionen Wähler, die bei der letzten Bundestagswahl noch SPD gewählt haben, sind gar nicht zur Europawahl gegangen. Anne Will spricht darüber mit dem Generalsekretär der SPD, Kevin Kühnert. Er sagt, die SPD müsse mehr auf Sorgen und Ängste der Menschen reagieren, aber darauf passe nicht unbedingt immer ein Gesetz. “Da müssen auch Emotionen stärker rein” und die SPD müsse “binnen eines Jahres ganz viel Vertrauen zurückgewinnen”. Im Interview räumt Kühnert Fehler ein. Der SPD-Generalsekretär hatte das Ergebnis am Tag nach der Wahl mit einer “Kontaktschande” durch die Koalitionspartner erklärt. Dafür wurde er aus den Reihen der Ampel-Koalition heftig kritisiert. Den Begriff nimmt er im Interview mit Anne Will zurück. Dass das schlechte Abschneiden seiner Partei auch mit der Unbeliebtheit der Koalitionspartner in der Ampel zusammenhängt, wiederholt er. “Ich glaube, es gibt eine sinkende Toleranz, zum Teil politische Unterschiede, auch kulturelle Unterschiede auszuhalten und sich gegenseitig zuzugestehen.” Derweil steht die Ampel vor der nächsten großen Herausforderung: Anfang Juli soll der Haushalt stehen: über den wird innerhalb der Koalition seit Monaten gestritten. Ein zweistelliger Milliardenbetrag fehlt. FDP-Finanzminister Lindner will die Schuldenbremse auf keinen Fall aufgeben und das, obwohl sogar der Bundesverband der Deutschen Industrie 400-Milliarden-Investitionen fordert. Sollte kein Haushalt zustande kommen, könnte die Ampel endgültig zerbrechen? Anne Will fragt Kevin Kühnert, ob er einen Plan B dafür habe. Das bejaht Kühnert. Er glaube aber, dass sich die Koalition auf einen Haushalt einigen werde. Dafür müssten sie sich aber noch einige “Verrenkungen” ausdenken und er prognostiziert: Die Schuldenbremse wird reformiert - allerdings nicht mehr in dieser Wahlperiode. Gibt es also noch ein Happy End für die Ampel? Das Interview wurde am Mittwoch, den 19.06.2024, um 9 Uhr aufgezeichnet. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Die Zeit: Ja, dann weint doch wenigstens Mal! , 18.06.2024 Infratest Dimap, Wie beurteilen Wählende ihres Situation und die Lage in Deutschland , 12.06.2024 Süddeutsche Zeitung, Der Juso-Chef Kühnert hätte das dem Generalsekretär Kühnert nie durchgehen lassen , 18.06.2024 Die Zeit, <a href="https://www.zeit.de/2024/26/ampelreg
Thu, June 20, 2024
Es rumort in der Ampel-Koalition. Aus der Opposition sind Rufe nach Neuwahlen und Vertrauensfrage laut geworden, nachdem die Regierungsparteien bei der Europawahl teils massiv Stimmen verloren haben. In keinem Wahlkreis in Deutschland haben SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP noch eine Mehrheit bekommen. Der politische Rückhalt schwindet. Dabei steht die Bundesregierung gerade in den Verhandlungen zum Bundeshaushalt 2025 stark unter Druck. Zumindest öffentlich scheint sich bisher keine Einigung abzuzeichnen. Hinter verschlossenen Türen verhandeln seit Tagen Kanzler Scholz (SPD), Vizekanzler Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) und Finanzminister Lindner (FDP). Ein zweistelliger Milliardenbetrag fehlt wohl. Dabei will Bundesfinanzminister Linder auf keinen Fall die Schuldenbremse wieder aussetzen und in der SPD positioniert sich vor allem der linke Parteiflügel gegen einen möglichen Sparhaushalt. Kann es ein Happy End für die Ampel geben? Der Frage geht Anne Will diese Woche mit dem politischen Korrespondenten der Süddeutschen Zeitung, Georg Ismar, nach. Er meint, der Frust in der Dreierkoalition sei intern sehr groß. Selbst bei jetzt unwahrscheinlichen Mehrheiten nach der nächsten Bundestagswahl glaubt Ismar nicht an eine Neuauflage der Ampel. Die großen Stimmenverluste der SPD erklärt er sich vor allem dadurch, dass die Sozialdemokraten nicht mehr als “Partei der arbeitenden Mitte” wahrgenommen werden, wie es auch Altkanzler Schröder kritisiert. Ismar betont, “die SPD wäre gut beraten, mehr auf die Kommunal- und Landespolitiker zu hören.” Diese seien viel näher dran an den Wählerinnen und Wählern. Vor allem an einer Reform des Bürgergeldes und an einer anderen Migrationspolitik müsste die SPD arbeiten. Da sollten sich die Sozialdemokraten ehrlich machen, Fehler gemacht zu haben. Über die Lage in der SPD nach der Wahlniederlage hat Anne Will für diese Folge außerdem mit dem Generalsekretär Kevin Kühnert gesprochen (ab TC 00:33:48). Dabei geht es auch um die aktuellen Haushaltsverhandlungen (ab TC 00:50:35). Ausgeschlossen hat Kühnert dabei, das Bürgergeld abzusenken. Das vollständige Interview mit Kevin Kühnert erscheint am 22. Juni 2024 um 6 Uhr als Bonusfolge. Der Redaktionsschluss für diese Folge war am Mittwoch, 19. Juni 2024, um 14.30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Robert Pausch auf X, Eine kleine Geschichte der sozialdemokratischen Strategiedebatten , 18.06.24 ARD: Bericht aus Berlin - Interview mit Stephan Weil , 16.06.24 Die Zeit: <a href="https://www.zeit.de/politik/deutschland/2024-06/spd-olaf-scholz-kris
Sat, June 15, 2024
Was kann die deutsche Politik aus den Wahlergebnissen der Europawahl lernen? Darüber spricht Anne Will mit der Grünen-Politikerin und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Katrin Göring-Eckardt. Alle Regierungsparteien Deutschlands mussten bei dieser Europawahl Verluste hinnehmen. Die AfD legte deutlich zu und wurde im Osten stärkste Kraft. In Reaktion auf die Wahlergebnisse sagte Kanzler Olaf Scholz, es sei Zeit “sich anzustrengen und die Aufgaben zu lösen, vor denen wir stehen”. Aber wie soll das genau aussehen? Und war es nicht eigentlich ein Wahlergebnis mit Ansage? Die Grünen haben bei der Europawahl mit Abstand die meisten Wählerinnen und Wähler verloren. Sie bekamen 11,9 Prozent der Stimmen - damit liegen sie 8,6 Prozent unter den Ergebnissen der Europawahl 2019. Katrin Göring-Eckardt hält es jetzt für besonders wichtig, genau zu analysieren, warum ihre Partei so große Verluste eingefahren hat. Sie glaubt, dass ein Fehler gemacht wurde: Das Thema Gerechtigkeit wurde zum Beispiel im Hinblick auf Klimaschutz nicht genug adressiert. Sie betont auch: Trotz der Gewinne der AfD hat die Mehrheit in Deutschland demokratisch gewählt. Das Interview wurde am Mittwoch, den 12.06.2024, aufgezeichnet. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: ARD Deutschlandtrend Mai II 2024: Welches Thema spielt für Wahlentscheidung die größte Rolle?, 30.05.2024 ZDFonline, AfD im Osten stärkste Kraft, 09.06.2024 Tagesschau, Wer wählte die Grünen - und warum?, 12.06.2024 ZDF, Grünen-Chefin will "emotionales Angebot" gegen AfD | Markus Lanz vom 16. Januar 2024, 17.01.2024 https://www.youtube.com/watch?v=dsri55jQCkw Phoenix, Pressekonferenz mit Bundeskanzler Olaf Scholz und Gabriel Boric (Präsident Chile), 10.06.24 Phoenix, SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert zum Ergebnis der Europawahl, 10.06.24 Tagesspiegel, Nach Absturz bei Europawahl Hofreiter zieht Kanzlerkandidatur der Grünen in Zweifel, 10.06.2024 Spiegel: Die Wahlpleite und das Kanzler-”Nö”, 09.06.2024 Impressum: Redaktion: Gina Enslin und Olga Patlan Exec
Thu, June 13, 2024
Die EU hat ein neues Parlament gewählt. Das Ergebnis: Die Europäische Volkspartei (EVP) gewinnt mit Abstand den größten Teil der Sitze. Aber auch rechtspopulistische und rechtsextreme Parteien haben europaweit viele Wählerinnen und Wähler überzeugt, während vor allem Grüne und Liberale Unterstützung verloren haben. In Deutschland bekommt die Union die meisten Stimmen, gefolgt von der AfD, die sechs Sitze im Europaparlament dazugewinnt. Die Grünen verlieren hier im Vergleich zur vergangenen Europawahl fast 9 Prozent. In einigen Nachbarländern sieht es ähnlich aus: In Österreich ist die rechtspopulistische FPÖ stärkste Kraft geworden und in Frankreich hat der Rassemblement National historisch hohe Wahlergebnisse geholt - so hoch, dass Präsident Emmanuel Macron die Nationalversammlung aufgelöst hat und Neuwahlen angekündigt hat. Was lernt Deutschland aus der Europawahl? Und ist der befürchtete Rechtsruck eingetreten? Darüber spricht Anne Will in dieser Folge mit Jana Puglierin. Sie leitet das Berliner Büro des Think Tanks European Council on Foreign Relations. Jana Puglierin ist skeptisch, wenn Ursula von der Leyen von der Gewinnerfraktion EVP konstatiert, dass die Mitte gehalten habe. Für Jana Puglierin steht fest: Rechte Kräfte im Europaparlament verfestigen sich momentan von Wahl zu Wahl weiter. In den kommenden Jahren werde sich zeigen, wie stark sich rechte Positionen im Europaparlament weiter normalisieren und welche Bündnisse tatsächlich eingegangen werden. Europawahlen werden national oft auch als “Denkzettelwahlen” betrachtet, bei denen die Zufriedenheit mit der Regierung kommentiert wird. Was muss sich jetzt also ändern? Wie kann die Ampel gegensteuern, auch angesichts der hohen AfD-Zustimmung und der anstehenden Landtagswahlen im Osten? Darüber hat Anne Will für diese Folge außerdem mit der Vizepräsidentin des Bundestages, Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen) gesprochen. Das vollständige Interview mit Katrin Göring-Eckardt erscheint am 15. Juni 2024 als Bonusfolge. Der Redaktionsschluss für diese Folge war am Mittwoch, dem 12. Juni 2024, um 17 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Tagesschau, Europawahl 2024, 10.06.2024 FAZ, Macron löst nach Wahlniederlage Nationalversammlung auf, 09.06.2024 AFP, Von der Leyen: “Die Mitte hat gehalten”, 10.06.2024 FAZ, FPÖ stärkste Kraft, 09.06.2024 ZD
Bonus · Sat, June 08, 2024
Was gibt der Ukraine Hoffnung? Darüber spricht Anne Will mit dem SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil. Klingbeil ist zurzeit im Wahlkampf für die Europawahl am 9. Juni. Seine Partei wirbt auf Plakaten mit „Frieden sichern, SPD wählen“. Gleichzeitig tobt in der Ukraine immer noch ein Krieg. Wie passt das zusammen? Lars Klingbeil fordert im Interview mit Anne Will mehr europäische Zusammenarbeit und mehr Anstrengungen anderer EU-Länder. Man dürfe nicht zögern, der Ukraine mehr Luftabwehrsysteme zur Verfügung zu stellen, so wie es Deutschland tue. Sein Appell: Die Dynamik des Krieges sehen und sich nicht ideologisch einmauern, sondern Entscheidungen im Sinne der Ukraine treffen. So erklärt der SPD-Chef auch die Kehrtwende der Bundesregierung. Ende Mai gab sie der Ukraine die Erlaubnis, aus Deutschland gelieferte Waffen auch auf russischem Territorium einzusetzen, um dort militärische Ziele zu treffen. Beide sprechen auch über die anstehende Friedenskonferenz in der Schweiz. Klingbeil wünscht sich, dass von ihr ein Zeichen der Hoffnung ausgeht. Seiner Meinung nach kommt es bei Verhandlungen vor allem auf China, Südafrika, Indien, Brasilien und Saudi-Arabien an. Diese Staaten können seiner Meinung nach den größten Druck auf Putin ausüben. Wer von ihnen Delegationen in die Schweiz schicken wird, ist aber bis jetzt unklar. China hat eine Teilnahme bisher abgesagt. Der SPD-Chef hofft aber doch noch auf eine chinesische Delegation. Mehr dazu hört ihr in dieser Bonusfolge. Das Interview wurde am Mittwochmittag (05.06.2024) aufgezeichnet. WICHTIGE QUELLEN: ARD Deutschlandtrend Mai II 2024: Welches Thema spielt für Wahlentscheidung die größte Rolle? , 30.05.2024 heute.de, Nato-Appell an Mitglieder: Einsatz westlicher Waffen in Russland? , 27.05.2024 Erklärung des Regierungssprechers Steffen Hebestreit: Zum Einsatz gelieferter Waffen an die Ukraine , 31.05.2024 ZEIT ONLINE, Gastbeitrag von Oleksij Makejew: Diese Friedensbewegung ist Kriegstreiberei , 04.06.2024 Tagesspiegel, Unterwegs mit dem SPD-Parteichef: Lars Klingbeil emanzipiert sich vom Kanzler , 04.06.2024 Tagesspiegel, " Pistorius ist ganz klar unsere Nummer Eins” - Führender SPD-Kommunalpolitiker spricht sich gegen Scholz aus , 19.05.2024 </
Thu, June 06, 2024
Gegen die russische Großinvasion verteidigt sich die Ukraine seit über zwei Jahren. Die Lage an der Front ist dramatisch: Es fehlt an Soldaten, Munition und Kriegsgerät. Die ukrainische Armee steht stark unter Druck. Die russische Armee meldet dagegen unter großen Opferzahlen zuletzt Geländegewinne. Über 10 Millionen Ukrainer*innen sind dem UNHCR zufolge innerhalb und außerhalb des Landes auf der Flucht. Russische Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastruktur sind Kriegsalltag. Am 25. Mai starben mindestens 14 Menschen, als ein Baumarkt in der Stadt Charkiw von mindestens einer Gleitbombe getroffen wurde. Wohl auch deshalb verkünden Ende Mai die USA und Deutschland eine Kehrtwende. Sie erlauben der Ukraine, auch im russischen Grenzgebiet militärische Ziele mit Waffensystemen anzugreifen, die sie der Ukraine zuvor geliefert hatten. Was gibt der Ukraine Hoffnung? Darüber diskutiert Anne Will in dieser Folge mit Vassili Golod, Ukraine-Korrespondent der ARD. Golod ist als Sohn einer Russin und eines Ukrainers in Charkiw geboren und berichtet seit 2022 aus der Ukraine. Für ihn befindet sich die Ukraine derzeit in der schwierigsten Phase des Krieges. Er erzählt, was sich die Menschen in der Ukraine von Deutschlands Politik wünschen und welche Hoffnungen er mit der anstehenden Friedenskonferenz in der Schweiz verbindet. Wie sinnvoll rote Linien bei der Unterstützung der Ukraine sind, bespricht Anne Will mit dem SPD-Parteivorsitzenden Lars Klingbeil. Einen Ausschnitt aus dem Interview (TC 00:27:45-00:34:53) analysieren Vassili Golod und Anne Will in dieser Folge. Das vollständige Interview mit Lars Klingbeil erscheint am 8. Juni 2024 als Bonusfolge. Der Redaktionsschluss für diese Folge war am Mittwoch, dem 5. Juni 2024, um 17 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: heute.de, Russland bombardiert Baumarkt in Charkiw , 26.05.2024 heute.de, Nato-Appell an Mitglieder: Einsatz westlicher Waffen in Russland? , 27.05.2024 tagesschau.de, Ukraine darf deutsche Waffen auch in Russland einsetzen , 31.05.2024 Erklärung des Regierungssprechers Steffen Hebestreit: Zum Einsatz gelieferter Waffen an die Ukraine , 31.05.2024 New York Times, What Ukraine Has Lost , 04.06.2024 Spiegel.de Bundeswehr: <a href="https://www.spiegel.de/politik/deutschland/boris-pistorius-ma
Sat, June 01, 2024
Wie gewinnt man Wahlen gegen Extremisten? Diese Frage stellt Anne Will im Interview dem sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU), der eine Antwort darauf finden muss. Denn am 1. September 2024 wird in Sachsen der Landtag neu gewählt. Und nirgendwo sind die Umfragewerte der AfD höher als in Sachsen. Die letzten Umfragen sehen die CDU bei 30%, die AfD bei 35% bzw. 34%. Die AfD wird in Sachsen, wie auch in Thüringen und Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextremistisch vom Verfassungsschutz beobachtet. Dass die Landtagswahl am 1. September so ausgehen könnte, wie die Umfragen es zurzeit andeuten - mit der AfD als stärkster Kraft - das schließt Michael Kretschmer im Interview mit Anne Will allerdings aus: das sei “unwahrscheinlicher als ein Lottogewinn”. Kretschmer ist bekannt für seine deutliche Kritik an der Ampel-Regierung. Er betont im Gespräch mit Anne Will, nicht alle AfD-Wähler seien Rechtsextremisten. Viele Menschen würden die AfD aus Protest gegen die Politik der Bundesregierung wählen. Diesem Protest müsse man den Nährboden entziehen, indem Politik reale Probleme löst. Anne Will hakt nach, mit welchen Partnern Michael Kretschmer nach der Landtagswahl in Sachsen eine stabile Regierung bilden will. Mit einer Partei schließt er eine Zusammenarbeit kategorisch aus: mit der rechtsextremen AfD. An den Grünen, mit denen er aktuell in Sachsen gemeinsam regiert, übt Kretschmer immer wieder vehement Kritik. Auch im Interview mit Anne Will stellt er klar, dass er künftig ohne die Grünen eine Regierung bilden will. Welche anderen Partner für eine Koalition in Frage kommen könnten und wie die der CDU-Ministerpräsident zur Linken und zum Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) steht, hört ihr ebenfalls in dieser Bonusfolge. Das Interview wurde am 29.05.2024 um 14:00 Uhr aufgezeichnet. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: MDR: Kommunalwahl 2024 - Alle Wahlergebnisse in Thüringen auf einen Blick, 27.05.2024 https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/kommunalwahl-landrat-buergermeister-kreistag-stadtrat-gemeinderat-alle-ergebnisse-100.html infratest dimap: ThüringenTREND, März 2024 https://www.infratest-dimap.de/umfragen-analysen/bundeslaender/thueringen/laendertrend/2024/maerz/ infratest dimap: SachsenTREND, Januar 2024 https://www.infratest-dimap.de/umfragen-analysen/bundeslaender/sachsen/laendertrend/2024/januar/ Impressum: Redaktion: Jana Merkel und Sven Knobloch Executive Producerin: Marie Schiller</
Thu, May 30, 2024
Am 9. Juni steht die Europawahl an, dazu Kommunalwahlen und im September die Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg. Vor diesem Hintergrund diskutieren Anne Hähnig, Redaktionsleiterin von ZEIT ONLINE, und Anne Will in dieser Folge über die Frage: Wie gewinnt man Wahlen gegen Extremisten? Sie besprechen das deutschlandweite Echo auf das rassistische Sylt-Video und analysieren die Ergebnisse der Kommunalwahlen in Thüringen, bei denen die CDU nur knapp vor der AfD gelandet ist. Sie denken gemeinsam darüber nach, ob die Strategie des thüringischen CDU-Spitzenkandidaten Mario Voigt aufgehen könnte, den Wahlkampf auf ein Duell zwischen AfD und CDU zuzuspitzen - und welchen Einfluss die aktuellen Skandale der AfD um mutmaßliche Bestechungsgelder aus Russland oder einen mutmaßlichen chinesischen Spion auf die kommenden Wahlen haben könnten. Nirgendwo sind die Umfragewerte der AfD höher als in Sachsen. Wie die dortige CDU die Landtagswahl Anfang September gewinnen will und welche Möglichkeiten es für eine stabile Regierungsbildung geben könnte, darüber spricht Anne Will im Interview mit Michael Kretschmer, CDU, dem sächsischen Ministerpräsidenten. Einen Ausschnitt aus dem Interview analysieren Anne Hähnig und Anne Will in dieser Folge (TC 00:13:45-00:22:42). Gemeinsam denken sie außerdem darüber nach, wie Nichtwähler mobilisiert werden könnten. Und sie besprechen die Rolle des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), das nach Anne Hähnigs Einschätzung durchaus Potenzial hat, bisherige AfD-Wähler an sich zu binden. Das vollständige Interview mit Michael Kretschmer erscheint am 01.06.2024 als Bonusfolge. Redaktionsschluss für diese Folge war am Mittwoch, dem 29. Mai 2024, um 18:00 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: MDR: Kommunalwahl 2024 - Alle Wahlergebnisse in Thüringen auf einen Blick, 27.05.2024 https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/kommunalwahl-landrat-buergermeister-kreistag-stadtrat-gemeinderat-alle-ergebnisse-100.html infratest dimap: ThüringenTREND, März 2024 https://www.infratest-dimap.de/umfragen-analysen/bundeslaender/thueringen/laendertrend/2024/maerz/ infratest dimap: SachsenTREND, Januar 2024 https://www.infratest-dimap.de/umfragen-analysen/bundeslaender/sachsen/laendertrend/2024/januar/ ZEIT ONLINE, Podcast Das Politikteil: Die AfD wird immer radikaler und immer erfolgreicher”, 2
Sat, May 25, 2024
Der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs Karim A.A. Khan hat Haftbefehle gegen den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und Israels Verteidigungsminister Joav Galant beantragt - und zwar zeitgleich mit Haftbefehlen gegen drei führende Hamas-Terroristen. Über die Reaktionen in Israel und Deutschlands Rolle im Nahen Osten spricht Anne Will im Interview mit einem großen Kenner der deutsch-israelischen Beziehungen: Shimon Stein war von 2001 bis 2007 Botschafter Israels in Deutschland und forscht jetzt am Institut für nationale Sicherheitsstudien an der Tel-Aviv Universität. Shimon Stein kritisiert das Agieren des Chefanklägers, weil damit eine Gleichsetzung zwischen dem demokratischen Rechtsstaat Israel und der Terrororganisation Hamas einhergehe. Doch Stein übt auch deutliche Kritik an Benjamin Netanjahu, der seiner Ansicht nach längst nicht mehr im Amt sein sollte. Legitime Kritik an der israelischen Regierung und Antisemitismus sollten seiner Ansicht nach nicht miteinander verwechselt werden. Stein beschreibt im Gespräch, in welchem Dilemma die israelische Gesellschaft steckt und wie sehr der Schock des Hamas-Terrors vom 7. Oktober 2023 die Menschen traumatisiert hat. Er diskutiert mit Anne Will über die Frage, wie der Krieg ein Ende finden könnte - und was nach dem Krieg in Gaza folgen müsste. Über die deutsche Staatsräson in Bezug auf Israel sagt Stein, sie schränke zum Teil die Manövrierfähigkeit Deutschlands im Nahen Osten ein. Das Interview wurde am 22.05.2024 um 14:30 Uhr aufgezeichnet. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill Deutschlandfunk: Lage um Rafah - Interview mit Shimon Stein, früherer israelischer Botschafter, 08.05.2024 https://www.deutschlandfunk.de/lage-um-rafah-int-shimon-stein-frueherer-israelischer-botschafter-in-berlin-dlf-f79de626-100.html Internationaler Strafgerichtshof: Statement des Chefanklägers Karim A.A. Khan zu den Anträgen auf Haftbefehle, 20.05.2024 https://www.icc-cpi.int/news/statement-icc-prosecutor-karim-aa-khan-kc-applications-arrest-warrants-situation-state Auswärtiges Amt: Auswärtiges Amt zur Beantragung von Haftbefehlen am Internationalen Strafgerichtshof, Pressemitteilung, 20.05.2024 https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/-/2657616 Jüdische Allgemeine: Netanjahu: Chefankläger ist “einer der großen Antisemiten der Moderne”, 21.05.2024 https://www.juedische-allgemeine.de/israel/netanjahu-ch
Thu, May 23, 2024
In dieser Folge diskutieren Melanie Amann, stellvertretende Chefredakteurin des SPIEGEL, und Anne Will über die Frage: Wie belastbar ist Deutschlands Solidarität mit Israel? Die Meldung schlägt hohe Wellen: Der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs Karim A.A. Khan hat Haftbefehle gegen den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und Israels Verteidigungsminister Joav Galant beantragt - und zwar zeitgleich mit Haftbefehlen gegen drei führende Hamas-Terroristen. Anne Will und Melanie Amann analysieren, welche Vorwürfe dem Antrag zu Grunde liegen, und diskutieren über die empörten Reaktionen. Sie denken gemeinsam darüber nach, in welches Dilemma ein möglicher Haftbefehl gegen Netanjahu die deutsche Politik bringen würde und was das für die sogenannte deutsche Staatsräson gegenüber Israel bedeutet. Über die Reaktionen in Israel und Deutschlands Rolle im Nahen Osten spricht Anne Will im Interview mit einem großen Kenner der deutsch-israelischen Beziehungen: Shimon Stein war von 2001 bis 2007 Botschafter Israels in Deutschland und forscht jetzt am Institut für nationale Sicherheitsstudien an der Tel-Aviv Universität. Zwei Ausschnitte aus dem Interview (TC 00:19:14 und 00:49:02) besprechen Melanie Amann und Anne Will in dieser Folge. Sie diskutieren außerdem über die massive Zunahme von antisemitischen Straftaten in Deutschland, über Antisemitismus bei Uni-Protesten und Anfeindungen gegen die israelische Künstlerin Eden Golan beim ESC - und darüber, wo die Grenze zwischen Israel-Kritik und Antisemitismus verläuft. Das vollständige Interview mit Shimon Stein erscheint am 25.05.2024 als Bonusfolge. Redaktionsschluss für diese Folge war am Mittwoch, dem 22. Mai 2024, um 18 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Internationaler Strafgerichtshof: Statement des Chefanklägers Karim A.A. Khan zu den Anträgen auf Haftbefehle, 20.05.2024 https://www.icc-cpi.int/news/statement-icc-prosecutor-karim-aa-khan-kc-applications-arrest-warrants-situation-state Auswärtiges Amt: Auswärtiges Amt zur Beantragung von Haftbefehlen am Internationalen Strafgerichtshof, Pressemitteilung, 20.05.2024 https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/-/2657616 Jüdische Allgemeine: Netanjahu: Chefankläger ist “einer der großen Antisemiten der Moderne”, 21.05.2024 https://www.juedische-allgemeine.de/israel/netanjahu-chefanklaeger-ist-einer-der-grossen-antisemiten-der-moderne/ Bundeskriminalamt: Politisch motivierte Kriminalität in Deutschland erreicht neuen Höchststand, 21.05.2
Bonus · Sat, May 18, 2024
Aminata Touré ist die erste afro-deutsche Ministerin und zuständig für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung in Schleswig-Holstein. Ihr Job ist es, Armut politisch zu bekämpfen. Sie selbst ist in Armut und unter dem Druck von Dauerduldungen aufgewachsen. Was hilft gegen Armut wirklich? Die Kindergrundsicherung oder eine bessere soziale Infrastruktur mit Kitas und Ganztagsschulen? Im Interview mit Anne Will sagt Aminata Touré, was sie von den aktuellen Plänen der Kindergrundsicherung hält. Sie kritisiert außerdem, dass in der aktuellen Haushaltskrise zu schnell die Forderung komme, beim Sozialstaat zu sparen. Das Interview wurde 14.05.2024 um 14 Uhr aufgezeichnet. Wichtige Quellen: Statistisches Bundesamt: Weiterhin gut ein Fünftel der Bevölkerung von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht , 10.04.24 UNICEF: Kinderarmut in Deutschland – weiterhin dringender politischer Handlungsbedarf , 06.12.23 Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Fragen und Antworten zur Kindergrundsicherung , 27.09.2023 Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Das Bürgergeld – Fakten im Detail , 29.01.2024 Frankfurter Rundschau: Interview mit Bernd Siggelkow „Wir haben es mit grassierender Chancenarmut zu tun“ , 23.03.2023 Ministerium für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein: Bericht zur sozialen Situation von Kindern und Jugendlichen in Schleswig-Holstein , 14.03.2024 NDR: Bertelsmann-Studie: In SH fehlen 15.600 Kita-Plätze , 28.11.2023 Impressum: Redaktion: Freya Reiß und Marie Steffens Executive Producerin: Marie Schiller Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH
Thu, May 16, 2024
In dieser Folge ist der Comedian, Podcaster und Autor Felix Lobrecht zu Gast. Anne Will geht mit ihm der Frage nach: Was hilft gegen Armut? Felix Lobrecht ist in einer Hochhaussiedlung in Berlin-Neukölln aufgewachsen. Dort habe er sich nicht arm gefühlt, weil alle “plusminus gleich” waren. Erstmals spürte er einen Unterschied, als er zur 7. Klasse auf ein Gymnasium wechselte. Die anderen Kids würden in den Urlaub fahren, er damals nicht. Lobrecht prangert an, dass Armut und soziale Herkunft in der politischen Debatte nicht wirklich interessieren. 17,7 Millionen Menschen waren im vergangenen Jahr laut Statistischem Bundesamt “von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht”. In Deutschland leben laut UNICEF mehr als eine Million Kinder dauerhaft in Armut. Eigentlich soll ihnen die Kindergrundsicherung helfen. Gemeint ist damit die Bündelung aller Sozialleistungen, die das Existenzminimum von Kindern und Jugendlichen sichern sollen. Oftmals werden viele Leistungen, auf die sie Anspruch haben, gar nicht beantragt. Die Ampel-Koalition hat sich darauf im Koalitionsvertrag geeinigt und die Kindergrundsicherung im Spätsommer 2023 im Kabinett beschlossen. Doch die geplante Einführung zum 1. Januar 2025 wackelt. Für Finanzminister Lindner (FDP) sind die Vorschläge von Familienministerin Paus (Bündnis 90/Die Grünen) “absurd”. Auch ihre Parteikollegin, die grüne Sozialministerin in Schleswig-Holstein, Aminata Touré, kritisiert die Pläne als zu kompliziert. Mit ihr hat Anne Will vorab ein Interview geführt. Einen sechsminütigen Ausschnitt (TC: 00:31:17) besprechen Felix Lobrecht und Anne Will in dieser Folge. Außerdem geht es um die Bürgergeld-Debatte. Lobrecht hält es für daneben, dass Bürgergeld Beziehern pauschal vorgeworfen wird, faul zu sein. Redaktionsschluss war Mittwoch, der 15. Mai um 18 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Statistisches Bundesamt: Weiterhin gut ein Fünftel der Bevölkerung von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht , 10.04.24 UNICEF: Kinderarmut in Deutschland – weiterhin dringender politischer Handlungsbedarf , 06.12.23 Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Fragen und Antworten zur Kindergrundsicherung , 27.09.2023 Aufwandsentschädigung für die Abgeordneten des Deutschen Bundestages , Mai 2024 Bundesministerium für Arbeit und Soziales: <a href="https://www.bmas.de/DE/Arbeit/Grundsicherung-Buergergeld/Buergergeld/Das-Buergergeld-Fakten-im-Detail/das-b
Thu, May 09, 2024
Daniel Günther ist Ministerpräsident von Schleswig-Holstein. Dort hat er mit der CDU bei der vergangenen Landtagswahl 43 Prozent geholt - die AfD flog aus dem Landtag. Auch im Bund könnte die Union deutlich besser dastehen, sagt er. Im Interview mit Anne Will erklärt Daniel Günther, warum er sich für einen Kurs der Mitte stark macht und warum es ihm wichtig ist, sich an Angela Merkel zu erinnern, obwohl das nicht bei allen in der CDU gut ankommt. Außerdem verrät er, was er vom Parteivorsitzenden und möglichen Kanzler Friedrich Merz hält und was ihn an übermäßiger Kritik an den Grünen stört. Das Interview wurde aufgezeichnet am 07.05.2024 um 15:30 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: FAZ: Daniel Günther: “Bodo Ramelow ist keine Gefahr für die Demokratie”, 02.05.2024 FunkeMedien: Daniel Günther: “Wir müssen die Merkel-Wähler zurückholen”, 05.05.2024 CDU: Unsere Haltung zu Linkspartei und AfD 4. CDU-Grundsatzprogramm ”In Freiheit leben” ZDF-Politbarometer: Kanzlerkandidat: Mit wem hätte die Union die größten Chancen bei der nächsten Bundestagswahl?, 22.3.2024 Impressum: Redaktion: Gina Enslin und Felix Schlagwein Executive Producerin: Marie Schiller Audio Producer: Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH
Thu, May 09, 2024
Diese Woche fand in Berlin der 36. Bundesparteitag der CDU statt. Dort verabschiedete die Partei ihr neues Grundsatzprogramm mit dem Titel “In Freiheit leben” und wählte Friedrich Merz mit knapp 90 Prozent der Stimmen erneut zum CDU-Vorsitzenden. Es ist also wahrscheinlich, dass Merz auch Kanzlerkandidat der CDU wird. Gleichzeitig ist die CDU laut Umfragen aktuell die mit Abstand stärkste Partei im Bund - Friedrich Merz könnte also der nächste Bundeskanzler werden. Allerdings steht er auch immer wieder in der Kritik, besonders nach diskriminierenden Äußerungen, etwa gegen ukrainische Geflüchtete, denen er “Sozialtourismus” vorwarf. Das könnte einer der Gründe sein, warum Merz laut Umfragen in der Bevölkerung weniger beliebt ist als der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst oder CSU-Chef Markus Söder. Wir fragen darum in dieser Folge, was für ein Kanzler Friedrich Merz wäre und ob die CDU es schaffen kann, sich bis zur nächsten Wahl neu zu erfinden. Schafft sie es, sich ein neues politisches Profil zu geben - und wie soll das aussehen? Zu Gast ist in dieser Folge Katharina Hamberger, Hauptstadtkorrespondentin beim Deutschlandfunk. Sie war beim CDU-Parteitag vor Ort und spricht mit Anne Will darüber, inwiefern sich Friedrich Merz und die CDU gerade verändern. Außerdem hat Anne Will auf dem CDU-Parteitag Daniel Günther, den Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, getroffen (TC: 18:29-25:53). Das ausführliche Interview könnt ihr als Bonusfolge hören. Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, der 8. Mai um 18 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: ZEIT Online: Die gesamte Rede von Friedrich Merz auf dem CDU-Parteitag, 06.05.2024 FAZ: Daniel Günther: “Bodo Ramelow ist keine Gefahr für die Demokratie”, 02.05.2024 FunkeMedien: Daniel Günther: “Wir müssen die Merkel-Wähler zurückholen”, 05.05.2024 Der Spiegel: Die Dämonen des Friedrich Merz, 04.05.2024 FAZ: Hendrik Wüst über die CDU: Das Herz schlägt in der Mitte, 15.06.2023 4. CDU-Grundsatzprogramm ”In Freiheit leben” <a h
Sat, May 04, 2024
Marie-Agnes Strack-Zimmermann ist Spitzenkandidatin der FDP bei der Europawahl. Im Interview spricht sie mit Anne Will darüber, warum sie sich für Brüssel entschieden hat und was sie sich von einem Sitz im Europäischen Parlament verspricht. Wenn rechte Parteien bei den Wahlen so gut abschneiden, wie derzeit prognostiziert wird, dann ist für Marie-Agnes Strack-Zimmermann klar: Es braucht dagegen eine klare Haltung. Außerdem geht es um die Frage, wie man auch junge Menschen mit der Begeisterung für die EU anstecken kann und welche Rolle TikTok dabei spielt. Das Interview wurde aufgezeichnet am 30.04.2024 um 12 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: Süddeutsche Zeitung: “Ich habe in meinem Leben noch nie so viel geweint.” 25.04.2024 Simon Schnetzer, Kilian Hampel, Klaus Hurrelmann: Trendstudie “Jugend in Deutschland 2024”, 23.04.2024 European Council on Foreign Relations: “A sharp right turn: A forecast for the 2024 European Parliament elections”, 23.01.2024 Impressum: Redaktion: Gina Enslin und Olga Patlan Executive Producerin: Marie Schiller Audio Producer: Maximilian Frisch und Patrick Zahn Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH
Thu, May 02, 2024
Politik mit Anne Will: Das ist jede Woche ein Thema, ein Gast und ein politisches Interview. In der dritten Folge ist Moderator und Entertainer Klaas Heufer-Umlauf zu Gast. Mit ihm spricht Anne Will über die anstehende Europawahl, denn für die Wahl am 9. Juni wird ein massiver Rechtsruck im Europaparlament prognostiziert. Was bedeutet Europa für uns und was steht bei dieser Wahl auf dem Spiel? Auf welche Stimmung im EU-Parlament kann man sich nach der Wahl gefasst machen? Das fragt Anne Will die Europa-Spitzenkandidatin der FDP, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (TC: 24:11-30:50). Das ausführliche Interview könnt ihr hier ab dem 4. Mai als Bonusfolge hören. Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, der 1. Mai um 18 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: ifo-Institut: 20 Jahre EU-Osterweiterung - Beschäftigte aus den EU-Beitrittsländern in Deutschland, April 2024 Deutschlandfunk: 20 Jahre Mitglied - Wie Polen auf die EU blickt, 28.04.2024 Süddeutsche Zeitung: “Ich habe in meinem Leben noch nie so viel geweint.” 25.04.2024 Simon Schnetzer, Kilian Hampel, Klaus Hurrelmann: Trendstudie “Jugend in Deutschland 2024”, 23.04.2024 Einordnung der Studie: European Council on Foreign Relations: A sharp right turn - A forecast for the 2024 European Parliament elections, 23.01.2024 Europaparlament: Europawahlen 2019 - Rekordbeteiligung bei jungen Menschen, 24.09.2019 Late Night Berlin-Video zu Olaf Scholz auf TikTok, 18.04.2024 Correctiv: Neue Rechte - Geheimplan gegen Deutschland, 10.01.2024 Impressum: Redaktion: Gina Enslin und Olga Patlan Executive Producerin: Marie Schiller Audio Producer: Maximilian Frisch Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH Eine Produktion der Will Media GmbH
Sat, April 27, 2024
Die AfD müsse verboten werden, meint der sächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Marco Wanderwitz, trotz und auch wegen ihrer hohen Umfragewerte. Im Interview mit Anne Will erklärt er seine Argumente. Die AfD sei eine Gefahr für unsere Demokratie. Der ehemalige Ostbeauftragte der Bundesregierung gibt sich zuversichtlich, dass es im Sommer dieses Jahres einen Antrag auf ein Parteiverbot aus dem Bundestag geben könnte. Mit Blick auf die Landtagswahlen im September 2024 meint Wanderwitz, die CDU müsse ihren Unvereinbarkeitsbeschluss mit der Partei Die Linke überdenken. Und er erklärt, warum er es für notwendig hält, die Menschen, die der AfD ihre Stimme geben wollen, öffentlich zu kritisieren. Das Interview wurde am Mittwoch, 24.04.2024 um 13:00 Uhr aufgezeichnet.
Thu, April 25, 2024
Politik mit Anne Will: Das ist jede Woche ein Thema, ein Gast und ein politisches Interview. In der zweiten Folge ist Anne Hähnig, Redaktionsleiterin von ZEIT ONLINE, zu Gast. Mit ihr analysiert Anne Will die politische Lage in Ostdeutschland. In Sachsen, Thüringen und Brandenburg werden im September 2024 die Landtage neu gewählt. Die AfD ist in den meisten Umfragen in den drei Ländern zurzeit stärkste Kraft. In Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt wird sie als gesichert rechtsextremistisch vom Verfassungsschutz beobachtet, in Brandenburg und bundesweit als rechtsextremistischer Verdachtsfall. Gibt es ein Rezept gegen die AfD? Welche Antworten müssen die Parteien auf die hohen Umfragewerte der AfD finden? Was bringt die Debatte über ein Verbotsverfahren? Das fragt Anne Will den sächsischen CDU-Bundestagsabgeordneten und ehemaligen Ost-Beauftragten der Bundesregierung Marco Wanderwitz im Interview (TC 27:40-32:01). Das ausführliche Interview könnt ihr hier ab dem 27. April als Bonusfolge hören. Redaktionsschluss für diese Folge war Mittwoch, 24. April, 18 Uhr. WERBUNG UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: ARD: ARD Deutschlandtrend, 01.02.2024 [Deutschlandfunk: Was spricht für und was gegen ein AfD-Verbotsverfahren?, 14.03.2024]( https://www.deutschlandfunk.de/afd-verbot-102.html infratest dimap: Sachsen TREND , 01.01.2024 infratest dimap: Thüringen TREND, 01.03.2024: taz: Umgang mit der AfD: Zwischen Streit und Verbot, 14.01.2024 ZEIT ONLINE: Sind sie gewappnet? 13.01.2024 ZEIT ONLINE, Podcast Das Politikteil: Die AfD wird immer radikaler und immer erfolgreicher”, 22.03.2024 Pressemitteilung zum Urteil des Bundesverfassungsgericht im NDP-Verbotsverfahren, 17.01.2017 Bundesministerium des Inneren und für Heimat: Parteiverbot, abgerufen am 24.04.2024 Empfehlungen: <a href="https://efbi.de/files/efbi/pdfs/LAS/2022_0911_Leipziger%20Autoritarismus%20
Bonus · Fri, April 19, 2024
Das Wort kriegstüchtig, das SPD-Verteidigungsminister Pistorius als Ziel ausgerufen hat, will sich SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert nicht zu eigen machen. Im Interview mit Anne Will erklärt er seine Gründe. Er versichert, Deutschland müsse sich auf Angriffe vorbereiten und dafür brauche es mehr Geld - auch für die militärische und zivile Unterstützung der Ukraine. Er pocht im Zweifel auf eine Ausnahme der Schuldenbremse. Zu Beginn des Interviews geht es um die gefährliche Lage im Nahen Osten nach dem direkten Luftangriff Irans auf Israel. Das Interview wurde am Dienstag, 16. April 2024, um 12 Uhr aufgezeichnet. WERBEPARTNER UND RABATTE: Linktree: https://linktr.ee/werbungannewill IMPRESSUM: Redaktion: Freya Reiß und Gina Enslin Executive Producerin: Marie Schiller Produktion: Maximilian Frisch Sounddesign: Hannes Husten Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH
Thu, April 18, 2024
Politik mit Anne Will: Das ist jede Woche ein Thema, ein Gast und ein politisches Interview. In der ersten Folge ist Melanie Amann, stellvertretende Chefredakteurin des SPIEGEL, zu Gast. Mit ihr analysiert Anne Will die komplexe internationale Bedrohungslage. Kann Diplomatie eine Eskalationsspirale nach dem iranischen Angriff auf Israel verhindern? Der ukrainische Präsident Selenskyj mahnt, sein Land brauche die gleiche internationale Geschlossenheit wie Israel. Geht der Bundeswehr bei der Zeitenwende, die Kanzler Scholz vor zwei Jahren beschrieben hat, das Geld aus? Kann sich die Ampel-Koalition im Zweifel auf eine Ausnahme der Schuldenbremse einigen? Das fragt Anne Will Kevin Kühnert, SPD-Generalsekretär, im Interview (TC: 16:20-22:20). Das ausführliche Interview könnt ihr hier ab dem 19. April als Bonusfolge hören. Redaktionsschluss für die Folge war Mittwoch, 17. April, 17 Uhr. WERBEPARTNER UND RABATTE: https://linktr.ee/werbungannewill WICHTIGE QUELLEN: SPIEGEL: In einem Brandbrief fordern Baerbock und Pistorius mehr Waffenhilfe , 17.04.24 SPIEGEL: Bundeswehr-Etat 2025 Pistorius verlangt deutlich mehr Geld – und warnt vor »Rüstungsstopp« , 11.04.24 ZEIT Online: Dringend gesucht: Milliarden für die Bundeswehr , 14.04.24 ZDF-Politbarometer, 8.4.2024 ZDF-Politbarometer, 12.4.2024 FAZ, Rechnungshof warnt vor verfassungswidrigen Haushalten , 16.04.24 SPIEGEL, Minister für Zivilschutz warnt »Es könnte Krieg in Schweden geben« , 10.1.2024 Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (Schutzbauwerke) IMPRESSUM: Redaktion: Freya Reiß und Gina Enslin, Executive Producerin: Marie Schiller, Produktion: Maximilian Frisch, Sounddesign: Hannes Husten, Vermarktung: Mit Vergnügen GmbH
Trailer · Thu, April 11, 2024
Am 18. April geht‘s los. Dann kommt jede Woche eine neue Folge vom neuen Politik-Podcast mit Anne Will. Wöchentlich donnerstags ab 12 Uhr.
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